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Stemmen wir uns gegen die Stimmungsmache mit einseitigen kriegsanheizenden Informationen, fördern wir neutrale Informationen und stellen wir uns gegen den Krieg und fordern wir eine Verhandlungslösung! Ideen aus dem Interview mit dem Arabien- und Syrienkenner, Jürgen Todenhöfer (ehemaliger CDU-Bundestagsabgeordneter)

Februar 6, 2012

 

Der ehemalig CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Todenhöfer reist seit vielen Jahren in den arabischen Raum und auch nach Syrien. Und er kommt gerade aus den Städten, aus denen uns unsere Medien tagtäglich berichten. Und er sagt:

Die Hälfte der Meldungen ist falsch. Es wird ein extrem einseitiges Bild gezeichnet. Es gäbe auf beiden Seiten gewalttätige Gruppen, hier würden aber nur die Untaten der Regierungsseite berichtet. Todenhöfer erinnert die Stimmungsmache gegen Iran an die stimmungsmach für einen Krieg gegen den Irak vor der amerikanischen Invasion.

Und er warnt uns: Der Westen spielt ein extrem gefährliches Spiel: Wenn es in diesen beiden Ländern zu Kriegen mit westlicher Beteiligung kommt, erleben wir den schwersten Militärkonflikt seit dem Zweiten Weltkrieg. Dann gehen auch in Europa die Lichter aus. Einigen im Westen scheint das nicht klar zu sein.

Für ihn gibt es nur eine Lösung: Verhandeln. Verhandeln ist immer besser als Kriege oder Bürgerkriege anzuheizen. Und er sagt, dass Assad in Syrien Gegner hat, aber auch viel Unterstützung. Ihm habe er gesagt, dass nur die Demokratie die Lösung sein. Im März könne das Volk über eine demokratische Verfassung entscheiden.

Warum wird bei uns so einseitig berichtet: Todenhöfer führt das darauf zurück, dass die Opposition praktisch über eine Informationsmonopol  verfügt und allein sie über Ad Dschasira und Al Arabia ihre Meinung verbreiten könne. Zudem mache sich jetzt der Fehler des syrischen Regimes gegen es bemerkbar, internationale Journalisten nicht frei berichten zu lassen. ER sieht im Hintergrund aber auch die strategischen Interessen der USA. Todenhöfer: „. Im Hintergrund steht der Versuch der USA, einen „Greater Middeleast“ zu schaffen, in dem es nur noch linientreue, pro-amerikanische Staaten gibt. Die USA betrachten die gesamte Region als ihr Revier. Von Kissinger stammt der Satz, dass Öl viel zu wertvoll sei, als dass man es den Arabern überlassen dürfe. Ich habe große Sympathien für das demokratische Amerika, aber im Nahen Osten geht es den USA nicht um Demokratie. Sonst müssten sie ja auch die Demonstrationen in Saudi-Arabien, Katar und Bahrain unterstützen, aber dort unterstützen sie die diktatorischen Regierungen.“

Das Interview, auf das ich mich stütze, ist in der Welt erschienen. Es stellt eine Ausnahme in der Berichterstattung dar. Die Mainstreammedien schüren das Bedürfnis, in Syrien militärisch einzugreifen als Schutz für die Bevölkerung. Bitte googeln Sie, lesen Sie die Artikel von Jürgen Todenhöfer, einer für alle unverdächtigen Quelle oder sehen Sie sich seine Statements auf You tube an. Wirken wir dem Versuch entgegen wieder einen neuen Krieg als unvermeidlich zu verkaufen und fordern wir intensiv eine Verhandlungslösung und die friedliche Unterstützung der arabischen Demokratiebewegung. Fordern wir auch den Stopp der Unterstützung der monarchistischen Despotien Saudi-Arabien, Bahrain, Jemen oder Katar. In Saudi-Arabien wird gesteinigt, werden Menschen öffentlich hingerichtet; und dort droht der Westen nicht mit Intervention, sondern schickt die Panzer und Gewehre, mit denen die Demokratiebewegung niedergemacht wird. Auch wenn die arabische Welt  viele gewinnbringende Rohstoffe hat, ist das kein Grund dort bestimmen zu wollen, wer dort regiert! Das dürfen nur die dortigen Völker. Einst stand der Westen für das Selbstbestimmungsrecht der Völker! Das sollten wir wieder gegen Eliten in unseren Ländern durchsetzen, die zuerst das Wohl der großen Ölkonzerne und Banken im Auge haben und dafür auch Kriege anzetteln.  

 http://www.warumtoetestduzaid.de/de/mainmenu/10-thesen.html

 http://www.fotos.geschichtsthemen.de/iraq-war/iraq.htm

From → Iran, Kriegsgefahr, Syrien, USA

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