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Femen tritt mit provokativen Aktionen für die Selbstbestimmung des Menschen und insbesondere der Frauen ein! Sie gründete sich, nachdem der ukrainische Minsterpräsident erklärt hatte: Politik ist keine Frauensache. Jetzt hat ihr die Ukraine den Status als Organisation verweigert, weil sie sich nicht auch für Männer einsetzt.

Februar 5, 2012

Femen (ukrainisch Фемен) ist eine am 11. April 2008 in Kiew gegründete, feministische Agitprop-Gruppe in der Ukraine, die durch provokative Aktionen internationale Beachtung gewonnen hat. Gründerin und Leiterin ist Hanna Huzol (* 16. Oktober 1984).

Die Organisation tritt für die Selbstbestimmung des Menschen, insbesondere der Frauen ein. Sie ist international für Oben-ohne-Proteste gegen Wahlfälschungen, Sextourismus, Sexismus, Wladimir Putin, geplante staatliche Verhaltensvorschriften während der Fußball-Europameisterschaft 2012 u. a. bekannt geworden. Nachdem der ukrainische Ministerpräsident Mykola Asarow im März 2010 erklärte, Politik sei keine Frauensache, forderte Femen die Freundinnen und Ehepartnerinnen der Regierungsmitglieder zum Sexboykott auf. Ferner erklärten sie, dass die „Geringschätzung der Frauen und die Einschränkung deren gesellschaftlicher Rolle in der Ukraine bereits eine gefährliche Tendenz angenommen habe.“[1]

Femen plant, die größte und einflussreichste feministische Bewegung in Europa zu werden und an politischen Wahlen teilzunehmen. Unter anderem protestierte sie auch vor der italienischen Botschaft in Kiew gegen das von Silvio Berlusconi vermittelte Frauenbild in Italien,[2] gegen Kinderhandel und Leihmutterschaft[3] sowie gegen die Organisation von Euro 2012.[4]

Im Oktober 2011 posierten drei Femen-Aktivistinnen als Hausmädchen verkleidet in Paris vor dem Haus von Dominique Strauss-Kahn, um ihn als Sexisten zu brandmarken.[5] Im Dezember schloss sich Femen in Moskau den Protesten nach den russischen Parlamentswahlen an.[6] Im gleichen Monat wurden drei Femen-Mitglieder in der weißrussischen Hauptstadt Minsk bei einem Protest gegen Präsident Aljaksandr Lukaschenka von Geheimdienstleuten entführt und in einem Wald nackt ausgesetzt.[7] Im Januar 2012 folgte eine Aktion in Davos gegen das Weltwirtschaftsforum.[8]

Femen begründet ihre provokativen Methoden damit, diese seien „der einzige Weg, um in diesem Land gehört zu werden. Wenn wir einfach Proteste mit Bannern durchführen, dann werden unsere Forderungen nicht bemerkt.“[9] Bislang wurde der Gruppe vom ukrainischen Justizministerium die Anerkennung als Organisation verweigert, da ihre Ziele als „Aufruf zur Störung der öffentlichen Ordnung“ aufgefasst werden könnten.[10]

http://de.wikipedia.org/wiki/Femen

http://femen.org/

videos:  http://vimeo.com/user4967407

Die für ihre Nackt-Proteste bekannte ukrainische Frauengruppe Femen wird juristisch nicht als Organisation anerkannt – weil sie nicht auch für die Rechte von Männern eintritt.

Die Ziele der schlagzeilenträchtigen Vereinigung Femen stellten angeblich die Rechte von Frauen über die von Männern. Deshalb könnten sie als Aufruf zur Störung der öffentlichen Ordnung aufgefasst werden. Das teilte das ukrainische Justizministerium in einem am Montag von Femen veröffentlichten Brief mit. Frauen und Männer seien vor der Verfassung gleich, schrieb die Behörde.

Femen-Mitglieder protestieren immer wieder in aufsehenerregenden Aktionen mit blankem Busen gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel oder Leihmutterschaft, auch in Russland. Als anerkannte Organisation hätte die Gruppe unter anderem Demonstrationen anmelden dürfen.

http://www.focus.de/politik/ausland/nackt-aktivistinnen-ukraine-erkennt-feministische-gruppe-nicht-an_aid_703100.html

From → protest, Ukraine

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