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Fremde Religionen verstehen lernen! Ausstellung:Weltreligionen-Weltfrieden-Weltethos von Hans Küng, soll Frieden zu stiften! Die Grundverpflichtungen, die das Leben und Zusammenleben betreffen, zielen in allen Religionen auf die Bewahrung der Schöpfung ab, so dass man gemeinsame Verpflichtungen finden könne, die allen Menschen verständlich und einleuchtend erscheinen. Dazu gehört der Eintritt für die Freiheit, zugleich die Vielfalt der Menschheit zu achten und trotzdem die Einzigartigkeit anzuerkennen. Ausgerechnet in Europa entstand keine der sechs großen Weltreligionen und schon die Ausweitung auf den Dialog von Katholiken mit Protestanten führte bei Küng einst selbst zur Entziehung der Lehrerlaubnis.

Februar 4, 2012

Fremde Religionen verstehen lernen

Ab sofort kann die Ausstellung Weltreligionen-Weltfrieden-Weltethos von Hans Küng im katholischen Gemeindehaus besichtigt werden. Am Dienstag wurde sie von Johann Tritschler, Schulleiter der Johann-Peter-Hebelschule, in feierlichem Rahmen eröffnet.
Überwältigender Besucherandrang herrschte zur Eröffnung der Ausstellung Weltreligionen-Weltfrieden-Weltethos im katholischen Gemeindehaus.

Schon im Vorfeld wurde das große Interesse deutlich und einige Klassen haben bereits ihren Besuch angekündigt.

Beigeordneter Ruthard Hirschner war überwältigt vom guten Besuch der Eröffnungsveranstaltung zu ungewohnt früher Stunde. Professor Uwe Gerber erklärte in seinen Ausführungen das Anliegen, das Hans Küng mit der Ausstellung weitergeben möchte. Der Umgang mit anderen Religionen führe einerseits zu einer Bereicherung, indem man die unterschiedlichen Bräuche, Ess- und Kleidungsgewohnheiten kennen lernen könne, andererseits aber auch zu Problemen. Lässt man das christliche Kreuz als einziges religiöses Symbol in Schulen zu, oder gemeinsam mit dem islamischen Halbmond und der jüdischen Menora – oder verbietet man gleich alle? Wo fängt der geforderte offene Umgang an?

Im ersten Schritt sollte man innerhalb der eigenen Religion einen Dialog finden. Schon die Ausweitung auf den Dialog von Katholiken mit Protestanten führte bei Küng selbst zur Entziehung der Lehrerlaubnis. Weiter entfernt für uns sei der Hinduismus mit seinen lustvoll tanzenden Göttern. Beim Buddhismus gebe es gar einen Streit, ob es sich überhaupt um eine Religion handle oder nicht vielmehr Philosophie sei. In China gibt es einen wachen Ahnenkult und eine sehr starke Gehorsamsethik, die religiös begründet wird. Das Judentum, aus dem das Christentum sich entwickelt hat, hat sich über die ganze Erde ausgebreitet. Das Christentum hat sich nochmals unterteilt in die römisch-katholische, orthodoxe, protestantische, anglikanische und freikirchliche Kirche. Der Islam kam mit dem Auftreten von Muhammad auf.
Gerber empfahl, sich die Tafeln über die sechs Weltreligionen, die zu Hochkulturen mit weltweiten Wirkungen geworden sind, in Ruhe durchzulesen. Er gab auch zu bedenken, dass ausgerechnet in Europa keine Weltreligion entstand. Die Grundverpflichtungen, die das Leben und Zusammenleben betreffen, zielen in allen Religionen auf die Bewahrung der Schöpfung ab, so dass man gemeinsame Verpflichtungen finden könne, die allen Menschen verständlich und einleuchtend erscheinen. Dazu gehört der Eintritt für die Freiheit, zugleich die Vielfalt der Menschheit zu achten und trotzdem die Einzigartigkeit anzuerkennen. In der Brüderlichkeit sei die Gleichstellung von Frau, Mann und Kind begründet. Dazu gehöre auch die Solidarität mit Mensch und Umwelt. Ergreife man friedensstiftende Maßnahmen und dazu rufe die Ausstellung auf, stelle sich als Geschenk der Frieden ein.

Es sei aber praktisch unmöglich, alle sechs Weltreligionen zu gemeinsamem Handeln zu verpflichten, hier gebe es ja schon in der Familie Schwierigkeiten. Allerdings gebe es Bestrebungen, einen einheitlichen Religionsunterricht für alle Konfessionen und auch Atheisten einzuführen. Die Ausstellung sei notwendig und hilfreich für das Zusammenleben lokal, regional und global.

http://www.suedkurier.de/region/hochrhein/bad-saeckingen/Fremde-Religionen-verstehen-lernen;art372588,5355105

From → Weltethik

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