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3000 Zivilisten verloren allein 2011 im Krieg in Afghanistan ihr Leben. Seit 2007 kontinuierlicher Anstieg der Opferzahlen. 185.000 Menschen sind im Land auf der Flucht. Immer mehr Männer, Frauen und Kinder in Afghanistan werden in diesem Krieg getötet und zahlen den Preis „für die Verteidigung unserer Freiheit am Hindukusch“ (Struck, SPD).

Februar 4, 2012

Der Krieg in Afghanistan hat im vergangenen Jahr mehr als 3.000 Zivilisten das Leben gekostet. Das ist die höchste Opferzahl seit fünf Jahren, wie aus einem Bericht der UN-Unterstützungsmission in Afghanistan (UNAMA) hervorgeht. Seit 2007 steige die Zahl der Opfer kontinuierlich, hieß es von der UNAMA. „Immer mehr Männer, Frauen und Kinder in Afghanistan werden in diesem Krieg getötet.“ Zu lange schon zahlten afghanische Zivilisten den höchsten Preis für diesen Krieg, sagte Ján Kubis, der UN-Sondergesandte für Afghanistan.

Für etwa 77 Prozent der Tötungen seien Angriffe der Aufständischen verantwortlich. Regierungsfeindliche Gruppen wie die Taliban und das mit ihr verbündete Haqqani-Netz hätten 2.332 Zivilisten getötet. Immer mehr Frauen und Kinder zählten zu den Todesopfern, schreibt die UNAMA. Grund dafür sei die geänderte Taktik der Taliban-Kämpfer: Sie verwendeten immer häufiger ferngezündete Bomben oder Sprengsätze, die wie Landminen funktionierten.

Mehr als 185.600 Menschen auf der Flucht

Außerdem seien die Taliban für mehr Selbstmordanschläge und gezielte Tötungen von Gegnern verantwortlich. „Dramatisch gestiegen“ ist dem UN-Bericht zufolge die Zahl der zivilen Todesopfer durch Selbstmordanschläge. Selbstmordattentäter töteten im vergangenen Jahr demnach 450 Zivilisten – 80 Prozent mehr als 2010.

Truppen der afghanischen Regierung oder Mitglieder der internationalen Schutztruppe Isaf waren laut diesem Bericht im Jahr 2011 für den Tod von 410 Zivilisten verantwortlich, 4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Deutlich gestiegen ist dem Bericht zufolge auch die Zahl der Afghanen, die wegen des Konflikts gezwungen waren, ihre Häuser zu verlassen. 2011 waren in dem Land schätzungsweise mehr als 185.600 Menschen auf der Flucht. Das sind 45 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. UNAMA-Chef Kubis appellierte an alle Konfliktparteien, ihre Bemühungen zum Schutz von Zivilisten „in hohem Maße“ zu verstärken.

From → Afghanistan, Krieg

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