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Proteste gegen Militärrat: „Die Sicherheitskräfte haben nur zugesehen“ – Hat man die Gewalt laufen lassen, um sich als Ordnungmacht präsentieren und die Notwendigkeit des Militärrats beweisen zu können? Ein Beweis für die Unfähigkeit der Ägypter zur Demokraite? Wenn man in den demokratischen Ländern Deutschland oder England die Fans einfach machen ließe von der Polizei, gäbe es auch hier jedes Wochenende Tote ohne Ende!

Februar 2, 2012

Sicherheitskräfte sollen zugesehen haben
Ägyptens Millitär spielt Gewaltausbrüche im Stadion von Port Said herunter
Die Sicherheitskräfte im Stadion sollen wenig entschlossen gegen die Gewalttäter vorgegangen sein. (Bild: Keystone/AP)
Nach den Ausschreitungen von Fussballfans mit 74 Toten hat der regierende Militärrat eine dreitägige Staatstrauer in Ägypten angeordnet. Die Sicherheitskräfte sehen sich schweren Vorwürfen ausgesetzt.

chs./(sda/dapd/Reuters ) Die gewaltsamen Zusammenstösse haben sich am Mittwochabend nach dem Spiel von Al-Ahli gegen das Team von Port Said, Al-Masyri, ereignet. Anhänger der siegreichen Mannschaft von Port Said griffen nach dem Schlusspfiff Spieler und Fans der gegnerischen Mannschaft an. Gegen 250 Fans wurden verletzt, wie die Behörden mitteilten.

Schon während des Spiels hatten Anhänger des Gästeteams Al-Ahli mit provozierenden Plakaten die Zuschauer des heimischen Vereins Al-Masri gegen sich aufgebracht. Einige Fans sollen mit Messern bewaffnet gewesen sein.

Sicherheitskräfte sollen zugesehen haben

Die Zuschauer flüchteten in Panik; viele wurden zu Tode getrampelt, erstickten oder erlitten Kopfverletzungen, wie ein Sprecher des ägyptischen Gesundheitsministeriums sagte.

Nach Angaben von Augenzeugen sahen die Sicherheitskräfte der Gewalt praktisch tatenlos zu. Unter den Toten sind nach offiziellen Angaben aber auch mehrere Sicherheitskräfte. Verletzt wurden zudem einige Spieler, obwohl die Mannschaften schnell in die Kabinen gebracht wurden.

Bei den Protesten nach den Gewaltakten in der Nacht auf Donnerstag in Kairo und Port Said richtete sich die Wut der Demonstranten deshalb auch gegen den regierenden Militärrat.
Militärrat spielt Gewaltakte herunter

Am Empfang der Spieler des Kairoer Fussballvereins Al-Ahli nach ihrer Rückkehr aus Port Said mahnte Feldmarschall Hussein Tantawi in der Nacht zum Donnerstag zu Zuversicht. «Dies wird Ägypten nicht kleinkriegen», sagte Ägyptens höchster Militär auf einem Stützpunkt der Luftwaffe nahe der Hauptstadt.

«Solche Ereignisse passieren überall auf der Welt. Wir werden die Verantwortlichen nicht davonkommen lassen.» Ägyptens Regierung und auch das Parlament wollen am Donnerstag wegen den Ereignissen von Port Said zu Sondersitzungen zusammenkommen. Der Militärrat hat eine dreitägige Staatstrauer angeordnet.

http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/kritik_sicherheitskraefte_gewalt_fussball_port_said_1.14755143.html

From → Ägypten, Sport

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