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Argentinien kappt Flugroute auf die Malediven (Falklandinseln)- es will eine Verhandlungslösung über die auch von Großbritannien beanspruchte Insel – Stationierung von Prinz William und Entsendung eines Kriegschiffes wird als Provokation gesehen – Hintergrund ist der Fund von Erdöl vor der Insel und die Ankündigungen von Erdölförderung durch britische Unternehmen

Februar 2, 2012

 

Das untergehende argentinische Kriegschiff ARA, das ein britisches U-Boot torpediert hatte im britisch-argentinischen Krieg um die Insel vor 30 Jahren. 323 Menschen verloren allein dadurch ihr Leben.

Prinz William wird auf Malvinas stationiert

02. Februar 2012 21:42

Einsatz kurz vor 30. Jahrestag des Falkland-Krieges – Argentinien will Flugverbindung kappen

London – Fast 30 Jahre nach dem Falkland-Krieg ist Prinz William nach britischen Medienberichten zu seinem umstrittenen Einsatz als Hubschrauberpilot auf den Inseln eingetroffen. „Wir können bestätigen, dass Flight Lieutenant Wales als Teil einer vierköpfigen Rettungscrew auf den Falklandinseln angekommen ist“, teilte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in London mit.

Argentinien, das Ansprüche auf die Inselgruppe vor seiner Ostküste im Südatlantik anmeldet, hatte im Vorfeld den sechswöchigen Einsatz des Enkels von Queen Elizabeth II. scharf kritisiert. William trage die „Uniform des Eroberers“ hatte es in Buenos Aires geheißen. Der sechs Wochen dauernde Einsatz des 29 Jahre alten Adeligen kurz vor dem 30. Jahrestag des Kriegsausbruchs zwischen Großbritannien und Argentinien 1982 war lange angekündigt. Er weckt dennoch Erinnerungen an die Gräuel des Waffenganges.

„Kolonialismus“

Die Militärjunta in Argentinien hatte am 2. April 1982 versucht, die Falklandinseln zu besetzen. Der darauffolgende Krieg mit Großbritannien hatte fast 1000 Menschen das Leben gekostet. Während des Krieges war Williams Onkel Prinz Andrew als Hubschrauberpilot auf britischer Seite im Einsatz gewesen.

Zuletzt war die Diskussion über Falkland zwischen den ehemaligen Kriegsparteien wieder stark emotional geführt worden. Der britische Premierminister David Cameron hatte Argentinien Kolonialismus vorgeworfen. Tatsächlich pocht Buenos Aires auf eine Verhandlungslösung. Großbritannien entsandte ein modernes Kriegsschiff in den Südatlantik, spricht aber von einem länger geplanten Routineeinsatz.

Am Donnerstag waren Berichte bekanntgeworden, wonach Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandenz de Kirchner plane, die einzige kommerzielle Flugverbindung von Falkland nach Südamerika über Santiago de Chile zu kappen. Dies käme einer Blockade der Inseln gleich, mutmaßten britische Diplomaten laut „Guardian“. Zuvor hatte Argentinien bereits an der Seite seiner Nachbarländer durchgesetzt, dass diverse südamerikanische Häfen nicht mehr von Schiffen mit Falkland-Flagge angelaufen werden dürfen.

Der jahrzehntelange, zwischenzeitlich praktisch erloschene Konflikt war wieder aufgelodert, nachdem Ölbohrungen vor den Falkland Inseln erfolgreich waren. Britische Unternehmen wollen dort in den nächsten Jahren größere Mengen Erdöl fördern. Die rund 3000 Einwohner der Inselgruppe sind zur großen Mehrheit britischer Abstammung und wollen den Status quo aufrechterhalten.

William werde keinerlei öffentliche Auftritte absolvieren und nach einigen Briefings und einem ersten Flug sofort seinen Dienst antreten, hieß es vom Verteidigungsministerium weiter.   (APA)

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