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Hungerkrise in Westafrika spitzt sich zu: „Die Warnungen unserer Hilfsorganisationen sowie die Ersuche der Regierungen der betroffenen Länder auf Unterstützung bleiben seit Monaten weitgehend ohne Reaktion. Müssen erst wieder Bilder von unterernährten Kindern, toten Viehherden und überfüllten Flüchtlingslagern, wie gegenwärtig in Ostafrika, um die Welt gehen, um die internationale Gemeinschaft zur Hilfe zu bewegen?“

Februar 1, 2012

 

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Geschrieben von: Redaktion
Mittwoch, den 01. Februar 2012 um 10:29 Uhr
gemeinsam_fuer_afrikaBerlin. – Die Ernährungslage in den westlichen Staaten der Sahelzone verschlechtert sich dramatisch. Bereits jetzt seien mehr als zehn Millionen Menschen von der Nahrungskrise bedroht, mahnen Hilfsorganisationen vor Ort. Diese erneute Hungerkrise zeichnet sich bereits seit Herbst letzten Jahres ab. Seither warnt „Gemeinsam für Afrika“ eindringlich vor der Zuspitzung der Lage und drängt auf schnelle Unterstützung durch die humanitäre Gemeinschaft, um die betroffenen Regionen vor einer Hungersnot wie in Ostafrika zu bewahren.

Besonders dramatisch entwickelt sich die Nahrungsmittelversorgung in den Ländern Niger, Mail, Mauretanien und Tschad, so das NGO-Bündnis. Aufgrund der anhaltenden Dürre und Insektenplagen seien die Vorräte im Niger und in Mauretanien alarmierend knapp. Nach letzten Einschätzungen der vor Ort tätigen Mitarbeiter der Hilfsorganisationen sind allein im Niger 5,4 Millionen Menschen betroffen, mindestens 1,3 Millionen Menschen bräuchten dort sofortige Nahrungshilfe.

Gemeinsam für Afrika begrüßte die Verdoppelung der humanitären Hilfe der Europäischen Union und die Mittelbereitstellung von 5,5 Millionen Euro durch das deutsche Entwicklungsministerium als ein wichtiges Signal. 
Wolfgang Jamann, Vorstandsvorsitzender von Gemeinsam für Afrika, wies jedoch darauf hin, dass mindestens 150 Millionen Euro benötigt würden und kritisierte das unzureichende Engagement der meisten Geberländer: „Die Warnungen unserer Hilfsorganisationen sowie die Ersuche der Regierungen der betroffenen Länder auf Unterstützung bleiben seit Monaten weitgehend ohne Reaktion. Müssen erst wieder Bilder von unterernährten Kindern, toten Viehherden und überfüllten Flüchtlingslagern, wie gegenwärtig in Ostafrika, um die Welt gehen, um die internationale Gemeinschaft zur Hilfe zu bewegen?“

Die Organisationen von Gemeinsam für Afrika sind seit vielen Jahren mit Projekten in den betroffenen Gebieten aktiv, um langfristig die Nahrungsmittelsicherheit und die Gesundheit der Menschen zu verbessern. 
World Vision beispielsweise unterstützt in Projekten im Süd-Niger gezielt mangelernährte schwangere Frauen, junge Mütter und Kinder unter fünf Jahren. In Mali betreut die Organisation ein Programm zur dauerhaften Ernährungssicherung, langfristig angelegt bis 2021. Die Welthungerhilfe hat in Burkina Faso ein Projekt zur Ernährungssicherung entwickelt, um in insgesamt vier Provinzen des Landes dauerhaft bessere Ernten zu erzielen. In Mali arbeitet Oxfam daran, durch den Schutz von Wald, Naturressourcen und Grundwasserreserven die Lebenssituation von schätzungsweise 70.000 Menschen in zehn Kommunen grundlegend zu verbessern. Die Hilfsorganisationen bitten um Spenden.

www.gemeinsam-fuer-afrika.de

http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=8077:hungerkrise-in-westafrika-spitzt-sich-zu&catid=99:topnews


From → Afrika, Afrikaner, Hunger

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