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Eine so schöne Meldung: Ehemalige bosnisch-kroatische und bosnisch-mulismisch Soldaten spenden von ihrer Pension für ihre ehemaligen Kriegsgegner, bosnisch-serbische Soldaten, die keine Pension bekommen: “Die Politiker haben uns damals ins Verderben geführt. Sie gaben uns Waffen, dabei waren wir nur 16 oder 17 Jahre alt und gerade erst mit der Schule fertig. Jetzt Jahre später greifen wir einander unter die Arme, weil die Politiker uns im Stich lassen.” Unter den bosnische Serben wird diskutiert, wer für die Spaltung des Landes verantwortlich ist, ob es der Genozid von Srebrenica war und ob der neue Staat wie die Tscheslowakei zerfallen wird!

Februar 1, 2012

Bosnien Herzegowina hat 2010 seine Armee verjüngt und alle Soldaten über 35 in den Ruhestand geschickt. Doch die Serben unter ihnen gingen leer aus und rutschten in die Armut ab.

Dann bekamen sie unerwartete Hilfe von den Kroaten und den bosnischen Muslimen. Im Bosnienkrieg waren sie erbitterte Feinde, heute haben sie das Kriegsbeil begraben und halten zusammen.

Nihad Grabovica erzählt: “Dort drüben spielten der Anführer der bosnischen Serben Radovan Karadzic und Ratko Mladic 1994 in einem Schützengraben Schach. Und heute sammeln wir Geld für die Menschen, die damals auf uns schossen, damit sie ihre Kinder durchbringen können. Sie sind unsere Kameraden, da sie mit uns in der Armee von Bosnien Herzegowina gedient haben. Sie haben keinerlei Rechte und deswegen sammeln wir Geld für sie und ihre Familien.”

Der Bosnienkrieg wütete über drei Jahre lang und hinterließ ein zerstörtes, tief traumatisiertes Land. Tausende Menschen wurden getötet.

Der bosnische Moslem Senad Hubijer engagiert sich heute für die serbischen Veteranen. Er ist enttäuscht und erhebt schwere Vorwürfe: “Die Politiker haben uns damals ins Verderben geführt. Sie gaben uns Waffen, dabei waren wir nur 16 oder 17 Jahre alt und gerade erst mit der Schule fertig. Jetzt Jahre später greifen wir einander unter die Arme, weil die Politiker uns im Stich lassen.”

Bislang wurden rund 5.000 Euro gesammelt. Die serbischen Veteranen haben das Geld unter sich aufgeteilt, je nach Bedarf.

Podiumsdiskussion
Dodik: Bosnien-Herzegowina wird „wie die Tschechoslowakei“ zerfallen
01. Februar 2012 15:25
Brisante Podiumsdiskussion des Präsidenten der Republika Srpska mit serbischem Oppositionspolitiker Jovanovic

Belgrad – Bosnien-Herzegowina wird nach den Worten des Präsidenten der bosnisch-serbischen Republik (Republika Srpska), Milorad Dodik, früher oder später zerfallen „wie einst die Tschechoslowakei“. Diese Überzeugung vertrat der für seine separatistischen Äußerungen bekannte Präsident des kleineren bosnischen Landesteils am Mittwoch bei einer Podiumsdiskussion mit dem Vorsitzenden der serbischen Oppositionspartei LDP, Cedomir Jovanovic, in Belgrad.

Die von der staatlichen serbischen Presseagentur Tanjug organisierte Runde zum Thema „Ist die Serbische Republik eine Genozid-Schöpfung oder Ausdruck des Volkswillens“ wurde wegen des brisanten Diskussionsgegenstandes von TV-Sendern in Serbien und Bosnien live übertragen.

Anlass für die Gesprächsrunde war eine Äußerung von Jovanovic bei einem Treffen der Führung seiner Liberaldemokratischen Partei (LDP) am Wochenende, wonach die Serbische Republik eine „Genozid-Schöpfung“ sei. Diese Aussage sorgte für großen Unmut bei den bosnischen Serben. „In den relevanten Dokumenten gibt es keine Genozid-Geschichte. Im Dayton-Abkommen (mit dem Ende 1995 der dreijährige Bosnien-Krieg beendet wurde, Anm.) wurde der Krieg als ein unglücklicher Konflikt bezeichnet. Die Serbische Republik wurde 1992 gebildet, als Bosnien-Herzegowina noch gar keine internationale Anerkennung genoss“, konterte Dodik am Mittwoch unter Hinweis darauf, dass das Massaker von Srebrenica erst drei Jahre später geschah.

In Srebrenica wurden im Sommer 1995 rund 7.000 muslimische Stadtbewohner von bosnisch-serbischen Truppen ermordet. Sowohl das UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im einstigen Jugoslawien (ICTY) als auch der Internationale Gerichtshof bezeichneten das Massaker als Völkermord. Die Serbische Republik sei durch ihren ersten Präsidenten Radovan Karadzic, den einstigen Militärchef Ratko Mladic und die spätere Präsidentin Biljana Plavsic, die alle vor dem UNO-Tribunal angeklagt worden seien, auf dem Genozid von Srebrenica und der Zerstörung von Sarajevo errichtet worden, erläuterte Jovanovic seinen Standpunkt.

Der bosnisch-serbische Präsident hatte Anfang der Woche kritisiert, die Äußerung von Jovanovic zur Serbischen Republik ziele darauf ab, dem ganzen bosnisch-serbischen Volk eine kollektive Schuld anzulasten. Mehrere Verbände von Kriegsveteranen und Kriegsopferfamilien im kleineren bosnischen Landesteil kündigten unterdessen eine Klage gegen den ehemaligen serbischen Vizepremier an. Denselben Standpunkt wie Jovanovic vertreten seit Jahren immer wieder bosniakische (muslimische) Politiker in Sarajevo. (APA)

http://derstandard.at/1326504331619/Podiumsdiskussion-Dodik-Bosnien-Herzegowina-wird-wie-die-Tschechoslowakei-zerfallen

Podiumsdiskussion
Dodik: Bosnien-Herzegowina wird „wie die Tschechoslowakei“ zerfallen
01. Februar 2012 15:25
Brisante Podiumsdiskussion des Präsidenten der Republika Srpska mit serbischem Oppositionspolitiker Jovanovic

Belgrad – Bosnien-Herzegowina wird nach den Worten des Präsidenten der bosnisch-serbischen Republik (Republika Srpska), Milorad Dodik, früher oder später zerfallen „wie einst die Tschechoslowakei“. Diese Überzeugung vertrat der für seine separatistischen Äußerungen bekannte Präsident des kleineren bosnischen Landesteils am Mittwoch bei einer Podiumsdiskussion mit dem Vorsitzenden der serbischen Oppositionspartei LDP, Cedomir Jovanovic, in Belgrad.

Die von der staatlichen serbischen Presseagentur Tanjug organisierte Runde zum Thema „Ist die Serbische Republik eine Genozid-Schöpfung oder Ausdruck des Volkswillens“ wurde wegen des brisanten Diskussionsgegenstandes von TV-Sendern in Serbien und Bosnien live übertragen.

Anlass für die Gesprächsrunde war eine Äußerung von Jovanovic bei einem Treffen der Führung seiner Liberaldemokratischen Partei (LDP) am Wochenende, wonach die Serbische Republik eine „Genozid-Schöpfung“ sei. Diese Aussage sorgte für großen Unmut bei den bosnischen Serben. „In den relevanten Dokumenten gibt es keine Genozid-Geschichte. Im Dayton-Abkommen (mit dem Ende 1995 der dreijährige Bosnien-Krieg beendet wurde, Anm.) wurde der Krieg als ein unglücklicher Konflikt bezeichnet. Die Serbische Republik wurde 1992 gebildet, als Bosnien-Herzegowina noch gar keine internationale Anerkennung genoss“, konterte Dodik am Mittwoch unter Hinweis darauf, dass das Massaker von Srebrenica erst drei Jahre später geschah.

In Srebrenica wurden im Sommer 1995 rund 7.000 muslimische Stadtbewohner von bosnisch-serbischen Truppen ermordet. Sowohl das UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im einstigen Jugoslawien (ICTY) als auch der Internationale Gerichtshof bezeichneten das Massaker als Völkermord. Die Serbische Republik sei durch ihren ersten Präsidenten Radovan Karadzic, den einstigen Militärchef Ratko Mladic und die spätere Präsidentin Biljana Plavsic, die alle vor dem UNO-Tribunal angeklagt worden seien, auf dem Genozid von Srebrenica und der Zerstörung von Sarajevo errichtet worden, erläuterte Jovanovic seinen Standpunkt.

Der bosnisch-serbische Präsident hatte Anfang der Woche kritisiert, die Äußerung von Jovanovic zur Serbischen Republik ziele darauf ab, dem ganzen bosnisch-serbischen Volk eine kollektive Schuld anzulasten. Mehrere Verbände von Kriegsveteranen und Kriegsopferfamilien im kleineren bosnischen Landesteil kündigten unterdessen eine Klage gegen den ehemaligen serbischen Vizepremier an. Denselben Standpunkt wie Jovanovic vertreten seit Jahren immer wieder bosniakische (muslimische) Politiker in Sarajevo. (APA)

http://de.euronews.net/2012/01/31/solidaritaet-unter-den-veteranen-des-bosnienkrieges/

 

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