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Auf dem afrikanischen Kontinent bahnt sich ein neues Hungerdrama an. Im Westen der Sahelzone könnten nach Angaben der Vereinten Nationen bald über neun Millionen Menschen akut vom Hungertod bedroht sein. Unsere Eliten bekommen nichts mehr in den Griff außer Kriege vorzubereiten und zu führen! Erinnern wir uns an Albert Schweitzer, der in den Kriegsvorbereitungen vor dem Ersten Weltkrieg die Menschen in Deutschland fragte, ob es angesichts der weltweiten Not keine anderen Aufgabe gibt, als sich gegenseitig zu bekriegen und das Geld für die Waffen auszugeben! Wir brauchen einen Aufstand des Gewissens; und da unsere Eliten dazu nicht in der Lage sind, muss er vom Volk kommen! Damals kam der Aufstand erst 1918-19 nachdem durch den Krieg auch Millionen Deutsche gefallen waren und sich auch hier Hunger und Not breit machte!

Januar 30, 2012

Sahelzone

Afrika droht die nächste Hungerkatastrophe

Dürre im Gadabeji-Reservat im Niger: Neue Hungersnot drohtZur Großansicht

AP

Dürre im Gadabeji-Reservat im Niger: Neue Hungersnot droht

Hilfsorganisationen schlagen Alarm: Ein halbes Jahr nach Ausrufung der Hungersnot in Teilen Ostafrikas droht im Westen des Kontinents die nächste Katastrophe. Zum dritten Mal binnen weniger Jahre sucht Dürre die Sahelzone heim und gefährdet Millionen Menschen, besonders Kinder.

Addis Abeba/Berlin – Auf dem afrikanischen Kontinent bahnt sich ein neues Hungerdrama an. Im Westen der Sahelzone könnten nach Angaben der Vereinten Nationen bald über neun Millionen Menschen akut vom Hungertod bedroht sein. Allein in den am schlimmsten betroffenen Ländern Niger und Mauretanien litten bereits sechs Millionen Menschen unter Nahrungsmittelknappheit, und auch in Mali und im Tschad sei die Lage bedrohlich, sagte Ralf Südhoff, Leiter des Berliner Büros des Welternährungsprogramms (WFP).

Die Weltgemeinschaft müsse dringend handeln, fordern Hilfsorganisationen, und dürfe nicht die gleichen Fehler machen wie am Horn von Afrika. Dort starben den Fachleuten zufolge Tausende Menschen unnötigerweise und wurden Millionensummen verschleudert, weil die Staatengemeinschaft nicht rechtzeitig auf die Warnsignale reagierte. Die meisten reichen Geberländer stellten nennenswerte Hilfsgelder erst zur Verfügung, als die Krise schon voll ausgebrochen war und Menschen verhungerten, kritisierten Oxfam und Save the Children kürzlich in einem Bericht.In der Sahelzone fürchtet das WFP, dass sich die Katastrophe noch auf weitere Länder ausbreitet. „Hinzu kommen düstere Anzeichen in Senegal, Gambia, Burkina Faso, Kamerun und auch dem nördlichen Nigeria„, sagte. Grund sei, dass die Region bereits von der dritten Dürre in einem Jahrzehnt heimgesucht wird. Früher seien die Regenfälle in eher regelmäßigen Abständen etwa alle sieben bis acht Jahre ausgeblieben. Aber etwa in Niger sei die letzte Dürre erst zwei Jahre her. „Die Menschen haben keine Chance, sich von den vorherigen Krisen zu erholen, und jede Krise trifft sie noch heftiger.“

Das Uno-Kinderhilfswerk rechnet damit, dass über einer Million Kinder in den acht betroffenen Ländern lebensgefährliche Unterernährung bevorsteht. „Erwachsene leiden in einer Krise, aber Kinder sterben“, warnt Unicef-Sprecher Martin Dawes.

Einmal am Tag dünner Hirsebrei

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Laut der Hilfsorganisation Care nehmen bereits jetzt einige Familien nur noch einmal am Tag verwässerten Hirsebrei zu sich, berichtet Johannes Schoors, Care-Länderdirektor im Niger. In normalen Jahren beginne die Hungerperiode im April oder Mai, in diesem Jahr aber sei sie schon jetzt im Gange, teilte Care Deutschland-Luxemburg am Freitag in Bonn mit. Die am schwersten betroffenen Menschen lebten in abgelegenen Landesteilen.Das WFP rief dringend zu Spenden auf, um die Katastrophe noch abzuwenden. Um zumindest einen Teil der bereits betroffenen Menschen in Niger, Mali und Mauretanien unterstützen zu können, benötige die Organisation zusätzliche 115 Millionen Euro für die Nothilfe.

Es sei wichtig, dass die internationale Gemeinschaft schnell handele, sagte Südhoff. Bereits seit vergangenem Herbst warnten die zuständigen Hilfsorganisationen vor einer drohenden Krise im Sahel, jedoch habe es darauf bisher kaum Reaktionen gegeben: „Wenn wir aber erneut abwarten, wie 2011 am Horn, werden noch viel mehr Menschen bald hungern.“

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,811810,00.html

From → Afrika, Hunger

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