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2000 Kasseler, Katholische Kirche, Friedensforum und Fraktion der Linken fordern: Keine Panzer an Saudi-Arabien! Katholischer Dechant ruft zur Teilnahme an der Stadtverordnetensitzung am Montag auf: Zeigen wir, „dass wir Kassel nicht als eine Hauptstadt der Rüstungsproduktion wollen“ Kassel ist wegen der Rüstungsproduktion für Diktatoren schon einmal hart bestraft worden: Im Zweiten Weltkrieg wurde es furchtbar bombardiert!

Januar 28, 2012

Panzerexporte aus Kassel: Kampfthema im Stadtparlament
| Streitfall Panzer: Die Leopard-II-Panzer von Krauss-Maffei Wegmann sollen an Saudi-Arabien geliefert werden. Foto: kmw / nh

Kassel. Kampfthema im Stadtparlament: Am Montag beschäftigen sich Kassels Stadtverordnete mit einem Antrag der Linken mit dem Titel „Keine Rüstungsexporte aus Kassel“. Die Linken wollen erreichen, dass die Stadtverordneten die Kasseler Initiative um Friedensforum und katholische Kirche unterstützen.

Deren Appell gegen die Produktion und Lieferung von Leopard-II-Panzern der Kasseler Firma Krauss-Maffei Wegmann an Saudi-Arabien hatten bis Ende vorigen Jahres mehr als 2000 Kasseler unterschrieben.

Das Thema ist in den Fraktionen umstritten. Während CDU und FDP das Thema als Schaufensterantrag ansehen, weil es nichts mit der Stadt-, sondern ausschließlich der Bundespolitik zu tun habe, ist die SPD gespalten. Die Partei ist sich zwar offenbar einig, dass der Export der Panzer an das Krisengebiet im Nahen Osten falsch ist. Uneins ist man sich allerdings, ob das Thema in der Stadtverordnetenversammlung (Stavo) richtig angesiedelt ist. Zuletzt hieß es, dass sich einige Mitglieder bei der Abstimmung der Fraktionsdisziplin entziehen wollen (wir berichteten).

Kurz vor dem Sitzungstermin meldet sich die katholische Kirche erneut zu Wort zu dem Thema und ruft die Kasseler Bürger auf, die Stavo am Montag zu besuchen. „Wir wollen sichtbar machen, dass es nicht um einen Schaufensterantrag geht“, sagt Dechant Harald Fischer. Wenn sich die Verordneten der Stadt gegen die Panzerlieferungen aussprächen, sei dies ein deutliches Zeichen, „dass wir Kassel nicht als eine Hauptstadt der Rüstungsproduktion wollen“. Der materielle Aufschwung, den die Stadt erlebe, dürfe nicht auf Kosten anderer Menschen herbeigeführt werden.

Es gehe beim Protest gegen die Panzerlieferungen nicht um den Abbau von Arbeitsplätzen in den produzierenden Unternehmen, sondern um deren Umwandlung, betont Dechant Fischer. Im Kernpunkt der Kritik stehe der weltweite Waffenhandel. „Gerade hier in Kassel mit den ortsansässigen großen Rüstungsunternehmen ist es notwendig, Verantwortung zu übernehmen.“

Die Stavo solle eine offene Diskussion in der Stadt fördern und dürfe Rüstungsthemen nicht an die Seite drängen, fordert Fischer. „Kassel soll eine Stadt des Friedens sein. Von Kassel soll Frieden ausgehen.“ (rud)

http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kassel/kassel/kein-schaufensterantrag-1579393.html

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