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Rücktritt aus Protest: Das Olympische Organisationkomitee hört nur dem Chemiegiganten Dow Chemical zu, nicht den Opfern von Bhopal: Bei einem Chemieunfall in Indien waren 15.000 Menschen getötet und Hundertausende verletzt worden, viele leiden heute noch und klagen, dass sie nie entschädigt wurden! Und dieses Unternehmen darf sich als Sponsor der Olympischen Spiele in London vermarkten! Amnesty International: OPFER WARTEN AUF GERECHTIGKEIT

Januar 27, 2012

Dezember 2011: Opfer demonstrieren für Gerechtigkeit und Entschädigung gegen Dow Chemical

Das neue Londoner Olympiastadion kommt ein halbes Jahr vor der Eröffnungsfeier der Spiele 2012 nicht aus den Schlagzeilen.

Jetzt ist die Vorsitzende der Nachhaltigkeitskommis-sion der Spiele aus Protest gegen einen Sponsor zurückgetreten. Meredith Alexander wollte nicht länger den Chemiekonzern Dow Chemical verteidigen.

“Vieles von dem, was das Organisationskomitee in der Presse mitteilt, klang sehr, sehr ähnlich wie das, was das Unternehmen sagt,“so Meredith Alexander, “sie rechtfertigen fälschlicherweise Dow´s Position, dass der Konzern nicht verantwortlich ist für die Tragödie in Bhopal. Die Organisatoren haben den Opfern nicht zugehört. Sie haben nur die eine Seite der Geschichte. Und sie glauben nur dieser einen Seite und haben die Situation an sich gar nicht begriffen.”

Bei einer der schlimmsten Chemiekatastrophen der Geschichte im indischen Bhopal starben 1984 15 000 Menschen. Viele tausend leiden noch heute unter den Folgen. Der Chef des Organisationskomittees Paul Deighton kann die Kritik nicht verstehen:

“Meiner Meinung sind alle Ansprüche der Opfer befriedigt worden,” meint Deighton, “die wirklich offene Frage ist: Wo ist das Geld geblieben, das Dow gezahlt hat? Und was passiert in Indien, wer übernimmt dort Verantwortung, um an dem Ort wieder Alles in Ordnung zu bringen?”

Dow Chemical hatte Union Carbide, also den US-Konzern, der für die Katastrophe von Bhopal verantwortlich war, erst 2001 übernommen und fühlt sich deshalb für das Unglück nicht verantwortlich. Der Konzern sponsert die Außenhülle des neuen Olympiastadions.

Dort soll auch das Werbelogo der Firma zu sehen sein.

http://de.euronews.net/2012/01/26/weiter-streit-um-londons-olympiastadion/

Amnesty-Bericht:

http://www.amnesty.de/25-jahre-nach-bhopal-opfer-warten-auf-gerechtigkeit

Bilder vom Protest der Bhopal-Opfer in Indien

http://www.20min.ch/diashow/diashow.tmpl?showid=42419

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