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Großbritannien weigert sich, die Kolonie Malvinas (Falklandinseln), Argentinien zurückzugeben und bohrt jetzt dort nach Öl: 1833 hatten die Briten die Einwohner vertrieben und britsche Bürger angesiedelt! Die argentinische Präsidentin Christina Fernandez de Kirchner: “Bei den Vereinten Nationen sind noch heute 16 Kolonien verzeichnet und zehn davon gehören zu Großbritannien. Und die symbolträchtigste Kolonie sind unsere Falkland-Inseln.”

Januar 26, 2012


Hunderte britische und argentinische Soldaten wurden von den Eliten ihrer Länder in dem Krieg vor 30 Jahren als Kononenfutter mißbraucht und verloren im Falklandkrieg ihr Leben

Im neu aufgeflammten Streit zwischen Argentinien und Großbritannien um die Falkland-Inseln hat sich nun die argentinische Präsidentin Christina Fernandez de Kirchner zu Wort gemeldet. Bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt nach ihrer Schilddrüsenoperation beschuldigte sie den britischen Premierminister David Cameron, Argentinien fälschlicherweise koloniale Interessen zu unterstellen. “Ich habe gehört, dass man uns Argentinier als Kolonialisten bezeichnet hat”, sagte sie. “Aber bei den Vereinten Nationen sind noch heute 16 Kolonien verzeichnet und zehn davon gehören zu Großbritannien. Und die symbolträchtigste Kolonie sind unsere Falkland-Inseln.”

In den vergangenen Tagen hatten sich immer wieder Demonstranten vor der britischen Botschaft in Buenos Aires versammelt und den Union Jack verbrannt. Der jahrzehntelange Streit um die Inselgruppe, die seit 1833 britisches Territorium ist, wurde durch die Entdeckung großer Öl- und Gasvorkommen vor den Falkland-Inseln angeheizt. Im Dezember hatten die südamerikanischen Mercosur-Länder Schiffen unter Falkland-Flagge die Einfahrt in ihre Häfen untersagt.

http://de.euronews.net/2012/01/26/falkland-inseln-kirchner-weist-britische-vorwuerfe-zurueck/

Hunderte Menschen haben sich vor der britischen Botschaft in Buenos Aires versammelt, um für die Ansprüche Argentiniens auf die Falkland-Inseln zu demonstrieren. Bislang hat Großbritannien die von Argentinien geforderten Verhandlungen abgelehnt und darauf verwiesen, dass die Bewohner der Inseln selbst Teil des Königreichs bleiben wollten. Das allerdings sehen die Demonstranten ganz anders. “Wir haben nichts gegen die britische Bevölkerung”, meint einer von ihnen. “Es geht nicht um sie, es geht um politische Fragen. Es geht um das britische System, das uns so viele Jahre lang kolonialisiert hat.”

In dem neu aufgeflammten Konflikt geht es um die Ölvorkommen vor den Falklands. Jahrzehntelang hielt man diese für verbachlässigbar, nun jedoch wurden mehrere Öl- und Gasquellen entdeckt. Zuletzt hatte Argentinien Großbritannien provoziert, indem es keine Schiffe mit Falkland-Flagge mehr in seine Häfen ließ.

http://de.euronews.net/2012/01/25/argentinier-demonstrieren-fuer-die-falkland-inseln

Diese Inseln sind das Streitobjekt, um das Briten und Argentinier vor 30 Jahren sogar Krieg führten.

Die einen nennen sie die “Falklands”, bei den anderen heissen sie “Malvinas”. Im Januar 1833 von der damaligen Weltmacht Großbritannien besetzt, die die argentinischen Bewohner rauswarf.

Thatcher-Drive heisst eine Strasse zu Ehren der Premierministerin, unter der die Briten ihren letzten Krieg gewannen.

Lange galten die Inseln nicht nur als unwirtlich sondern auch als un-wirtschaftlich. Nur Schafe und Regen. Bis im Festlandschelf davor Erdöl und Erdgas entdeckt wurden.

1982 war Argentinien noch eine Militärdiktatur.

Die Gewerkschaften hatten zum Protest aufgerufen und die Machthaber meinten, mit einem nationalistischen Coup von innenpolitischen Problemen ablenken zu können. Der Ausgang ist bekannt. 648 Argentinier liessen ihr Leben und 255 Briten. Dann war alles wieder wie gehabt.

Allerdings blieb für Argentinien eine Art nationales Trauma.

Vor wenigen Wochen versuchte Buenos Aires einen neuen Vorstoß – diesmal mit friedlichen Mitteln.

Argentinien will auf der Basis der UN-Resolution

2056 von 1965, aus der Zeit der Entkolonialisierung, Verhandlungen zu beginnen.

Der argentinische Innenminister Florencio Randazzo

äußerte die Hoffnung, dass die Briten diese Resolution anerkennen und sich zu Verhandlungen bereit erklären werden. Wobei eines nicht verhandelbar sei: “Die Malvinas gehören Argentinien.”

Der argentinische Außenminister Héctor Marcos Timerman erklärte die Strategie seines Landes so:

Möglichst viele lateinamerikanische Staaten beim Treffen in Costa Rica vom eigenen Standpunkt überzeugen. Dann sagte Héctor Marcos Timerman, er könne verkünden, dass UNASUR-Staaten ebenso wie Argentinien keine Schiffe mit Falkland-Flagge mehr in ihre Häfen lassen

Argentinien hat erreicht, dass sich die meisten südamerikanischen Staaten diesem Hafenverbot anschlossen. Damit soll Druck auf die Briten ausgeübt werden, die bereits Probebohrungen nach Öl und Gas laufen haben.

Betroffen vom neuen Konfliktes sind natürlich zuerst die rund 3.000 Bewohner der umstrittenen Inseln, die rund 15.000 Kilometer von London entfernt sind. Dick Sawle, Abgeordneter im Insel-Parlament, gibt sich gelassen, wenn er fragt:

“ Bereitet uns das Probleme?” und antwortet: “Nicht wirklich.”

Die Argumente von Premierminister

David Cameron ähneln jenen im Streit mit Spanien um Gibraltar. Er sagte vor dem Unterhaus:

“ Wir unterstützen die Bewohner der Falkland-Inseln in ihrem Streben nach Selbstbestimmung.

Und auf die argentinischen Argumente antworte ich, es ist weit entfernt von Kolonialisierung, weil diese Leute Briten bleiben wollen.”

Demnächst soll Luftwaffenoffizier Will Wales für sechs Wochen auf den umstrittenen Inseln Dienst tun. Kurz vor dem 30. Jahrestag des Krieges, der am 2. April 1982 begann.

http://de.euronews.net/2012/01/25/malvinas-oder-falkands

Im Streit um die Falkland-Inseln haben argentinische Demonstranten vor der britischen Botschaft in Buenos Aires protestiert. Sie fordern die Übergabe des britischen Überseegebiets, das auf Spanisch Malvinas heißt, an Argentinien. Außerdem protestieren sie gegen den Vorwurf des Kolonialismus, den Großbritannien gegen Argentiniens Regierung gerichtet hatte.

“Wir fordern, dass die Regierung die Beziehungen zu Großbritannien abbricht. Wir glauben, dies ist der historisch richtige Moment für diesen Schritt, um der Weltöffentlichkeit deutlich zu machen, dass sie diese skandalösen Äußerungen verurteilen muss.”

Die umstrittene Inselgruppe ist seit dem 18. Jahrhundert unter britischer Kontrolle. Vor 30 Jahren führten beide Länder einen Krieg um die Falkland-Inseln. Sie hatten lange als wirtschaftlich bedeutungslos gegolten. Jetzt bohren britische Firmen dort jedoch nach Öl.

  http://de.euronews.net/2012/01/21/erneuter-protest-im-falkland-streit

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