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Wenn Passagiere eines Kreuzfahrschiffes ertrinken, redet ganz Europa darüber, als tausende afrikanische Flüchtlinge ertranken, interessierte das fast niemanden! Ob deren Eltern, Kinder, Ehepartner weniger traurig sind? Menschen, die sich zumeist nie im Leben einen Urlaub leisten können, sondern häufig nur ihr Überleben sichern wollten! Rom (Italien) (AFP) -1820 nordafrikanische Einwanderer, vor allem aus den Ländern südlich der Sahara, sind seit Anfang Januar im Mittelmeer ertrunken durch Segeln nach Europa, nach der katholischen Gemeinschaft Sant’Egidio, die Donnerstag Abend für sie in Rom eine Gebetswache organisierte. Erzbischof Antonio Maria Veglio, Präsident des Päpstlichen Rates für Migranten, leitete die Feier mit dem Titel „Aus Hoffnung sterben.“

Januar 23, 2012

Gabriele del Grande:

Das Meer zwischen uns

Flucht und Migration in Zeiten der

Abschottung

Herausgegeben von borderline-europe e.V.

und dem Förderverein PRO ASYL e.V.

Deutsche Übersetzung von Judith Gleitze

Der Heilige Augustinus war ein Afrikaner. Was wäre wohl heute aus ihm geworden? Vielleicht

hätte man ihn nach Libyen zurückgeschoben. Oder er würde auf See vermisst. Oder man hätte

ihn in ein Abschiebungshaftlager gesperrt.

Drei Jahre Recherchen, eine atemberaubende Reise zwischen Erinnerungen und Aktualität, von

der ersten bis zur letzten Seite spannungsgeladen. Eine Sammlung von Zeugenaussagen und

Geschichten, die Geschichte schreiben. Unsere Geschichte.

Auf seiner Reise begegnet Gabriele del Grande bewegenden menschlichen Schicksalen: Mütter,

Väter, Ehemänner und -frauen, Geschwister und Freunde, die geliebte Menschen bei der Flucht

übers Mittelmeer verloren haben; Menschen, die seit Jahren in Abschiebungshaftzentren und

Gefängnissen ohne Kontakt zu ihren Familien eingesperrt sind; und Behörden, die sich keinerlei

Schuld am Schicksal dieser Menschen bewusst sind. Del Grande geht bis an seine Grenzen, er

deckt Missstände bei Behörden und in den nationalen Gesetzgebungen auf, prangert sie

öffentlich an; er versucht, den Inhaftierten und Verfolgten zu helfen, verleiht ihnen eine Stimme.

Und doch muss er feststellen, dass sich die Verzweifelten niemals werden aufhalten lassen – auf

der Suche nach einer besseren Zukunft auf der anderen Seite des Mittelmeeres.

„Uns Autoren bleiben nur die Worte, um die Realität anzugreifen. Ich habe die Worte meines

geliebten Mittelmeers gewählt, dem Meer zwischen uns. Ich habe die Geschichten der Väter aus

Annaba und der Paten aus Tunis gewählt. Die Geschichten der Diaspora zweier ehemaliger

italienischer Kolonien wie Eritrea und Somalia in Zeiten der Zurückschiebungen nach Libyen. Die

Geschichten der Fischer im Kanal von Sizilien. Die Geschichten der ‚Italiener’, die Italien

fortschickt und die der vielen Italiener, die ganz still an den Ausläufern Italiens geboren wurden,

auf den marokkanischen Feldern, im Delta des Nil und in den Dörfern Burkina Fasos.“ Gabriele

del Grande

http://www.borderline-europe.de/downloads/Das_Meer_zwischen_uns.pdf

Video: Liebe Afrikaner:

http://afri-russ-archiv.blog.de/2011/06/16/1820-afrikanische-fluechtlinge-im-mittelmeer-ertrunken-seit-beginn-2011-1-820-immigrants-africains-se-sont-noyes-en-mediterranee-depuis-debut-11328978/

2 Kommentare
  1. Super!! Endlich sieht und sagt mal jemand die Wahrheit!

    Von den Europäischen Schlafschafen wird berichtet, und ihrer überfressenen wolstands-geschellschaft !
    aber von den Menschen die wirklich flüchten weil sie überleben wollen, oder um ein besseres Leben führen wollen kein Wort!
    Ob über uns Berichtet wird wenn wir Deutschen bald auf der Flucht sind ?

  2. alf permalink

    die Bevölkerung wird von einer pervertierten Elite als Wirtschaftsfaktor oder Nutzvieh behandelt und diese verhält sich auch so…

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