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Aufruf der britischen Friedensbewegung: Zehn Gründe gegen Sanktionen und Krieg gegen den Iran am kommenden Samstag auf die Strasse zu gehen!

Januar 23, 2012

Zehn Gründe gegen Sanktionen und Krieg am kommenden Samstag auf die Strasse zu gehen!


Eine irakische Mutter trägt ihr getötetes Kind!

Nach der Intervention in Libyen, ist die Gefahr einer weiteren westlichen Angriffe in der Region sehr real ist. Hier sind zehn Gründe, warum ein Krieg gegen den Iran nicht zu rechtfertigen ist und  katastrophale Folgen haben kann.

Von Chris Nineham, Stop the War Coalition, Großbritannien

Zehn Gründe  gegen Krieg und Sanktionen gegen den Iran

Der Iran ist keine Bedrohung. Der Iran hat in den vergangenen 200 Jahren kein Land in mehr angegriffen. Seine Militärausgaben pro Kopf zählen zu den niedrigsten in der Region. Das Regime hat Inspektionen erlaubt und stimmte zu, mit dem Westen über alle Fragen zu verhandeln. Die aktuelle westliche Rhetorik erinnert an den Irak-Krieg, als eine Bedrohung mit Lügen fabriziert wurde, um einen Angriff zu rechtfertigen.

Doppelstandards gegenüber dem Iran: Viele der westlichen Verbündeten, einschließlich Israel, verfügen über Atomwaffen. Dagegen gibt es keine Beweise, dass der Iran sie entwickelt, wie im letzten Jahr der IAEA-Bericht deutlich gemacht hat. Iran ist, im Gegensatz zu Israel und Pakistan,  ein Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrages, nach dessen Regeln das Land das Recht hat, Atomkraft zivil zu nutzen.

Sanktionen gegen den Iran führen zum Krieg: Wie die jüngste militärische Konfrontation gezeigt hat, sind die Folge von Sanktionen zunehmende Spannungen und Misstrauen. Sie stärken die Falken in Iran. Im Irak führten Sanktionen in einen Völkermord, viele zivile Opfer und brachte der irakischen Bevölkerung nichts als Tod und Leiden. Sanktionen waren nicht ein Sprungbrett für den Frieden, sondern für den Krieg.

Ein Krieg wird katastrophale Folgen haben: Jeder Angriff auf den Iran wird zu Tausenden von Toten führen und wird Vergeltungsmaßnahmen provozieren mit verheerenden Auswirkungen in der gesamten Region. Sanktionen und Krieg treiben die Kosten für Öl in die Höhe; dies wird die sowieso schon harte Krise der Weltwirtschaft weiter verschärfen.

LEHREN AUS DER VERGANGENHEIT ZIEHEN. Wenn die Angriffe auf Afghanistan, Irak und Libyen eines lehren, dann, dass eine militärische Intervention nur Tod, Trennung und Elend bringt. 30.000 Menschen starben in Libyen, Zehntausende Menschen in Afghanistan, und eine Million Iraker. Gewalt herrscht heute noch in allen drei Ländern.

Krieg heißt für alle: Einschnitte im Sozialbereich: Barack Obama hat sich gerade kürzlich erst verpflichtet, die Militärausgaben über dem Niveau von George W. Bush ’s zu halten. England finanzierte mit Hunderten von Millionen Pfund die Bombardierung Libyens und steckt 6.000.000.000 £ pro Jahr in den Krieg in Afghanistan. Ein Angriff auf Iran hätte noch weit größere finanzielle Auswirkungen auf den britischen Haushalt, was die Regierung mit noch mehr Einschnitte im Sozialbereich und im öffentlichen Dienst  finanzieren wird.

Krieg ist gegen die   DEMOKRATIE: Die aktuelle Kriege sind zutiefst unpopulär in Großbritannien und haben habe keinen Rückhalt in der Bevölkerung. Für die Pläne, die in Washington und London für einen Angriff auf Iran beschlossen wurden, wurden weder die Abgeordneten im Parlament noch die Wähler in die Diskussion einbezogen.

Weniger  SICHERHEIT. Der Krieg gegen den Terror hat die Welt zu einem unsichereren und gefährlicheren Ort gemacht. Ein Angriff auf Iran wird zu noch mehr Bitterkeit und Hass gegen die Westmächte führen.

Abbau der    Bürgerrechte. Die Kampagne gegen den Iran führt zur weiteren Dämonisierung der muslimischen Gemeinschaft Großbritanniens und wird zur Einschränkung weiterer Bürgerrechte führen, verkleidet als „Anti-Terror-Maßnahmen“.

 Lasst uns einen Unterschied machen. Der wichtigste den Krieg einschränkende Faktor ist für die Verantwortlichen die öffentliche Meinung. Selbst George W. Bush war während seiner Amtszeit dagegen, dass Israel den Iran angreift  weil er fühlte, dass Amerikaner waren dagegen. Die Stimme der Anti-Kriegs-Mehrheit in Großbritannien muss zu einer sichtbaren Massenbewegung werden, die unsere politischen Führer zwingt, ihre Politik der endlosen Krieg zu beenden.

Übersetzt von Wolfgang Lieberknecht, nach:

http://stopwar.org.uk/index.php/iran-10-reasons-to-protest-against-sanctions-and-war-on-28-january

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