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Occupy demonstriert mit Iglus gegen Weltwirtschaftsforum – Gewerkschaft unterstützt:Der Protest richte sich «gegen die Leute, die das Gefühl haben, sie könnten ohne demokratische Legitimation entscheiden.» Demonstranten setzen in Bern trotz Verbot ihr Demonstrationsrecht gegen das Weltwirtschaftsforum durch! Die Promis der Welt treffen sich ab Donnerstag im schweizer Nobeltouristenort – zwei Demonstrationen für Davos angemeldet!

Januar 22, 2012

Polizei erstickt Anti-WEF-Protest im Keim

Mehrere hundert Polizisten aus mehreren Kantonen haben gestern Samstag in der Berner Innenstadt eine grössere unbewilligte Kundgebung gegen das Weltwirtschaftsforum WEF verhindert. Linksautonome Gruppen wie der Schwarze Block und der Revolutionäre Aufbau hatten im Vorfeld zu einer Demonstration und zu Gewalt gegen das alljährliche Treffen der internationalen Wirtschaftselite aufgerufen. Dieses beginnt am Donnerstag in Davos.

Am frühen Samstagnachmittag verliessen über hundert zum grössten Teil vermummte Personen das alternative Berner Kulturzentrum Reithalle und machten sich auf den Weg Richtung Bahnhof. Als die Polizei sie stoppte, warfen sie Petarden und andere Gegenstände in Richtung der Beamten. Sie seien abtransportiert worden und würden nun wegen Landfriedensbruch angezeigt, teilt die Polizei mit. Zudem seien bei ihnen mehrere grosse Pfeffersprays gefunden worden.

Auch beim Bahnhof, wo die Beamten vorsorglich einen Wasserwerfer placiert hatten, wurden rund hundert Personen eingekesselt und überprüft. Alle bis auf sieben seien vor Ort wieder entlassen worden, schreibt die Polizei. Trotz den Bemühungen marschierten anschliessend mehrere Dutzend Demonstranten durch die Innenstadt. Laut Polizei hat man sie gewähren lassen, weil sie nicht gewaltbereit in Erscheinung getreten waren. (sno.)

«Wir wollen konstanten Protest in Davos»

David Roth baut zusammen mit Occupy-Aktivisten am Iglu-Protestlager in Davos. Wie sie am WEF in Aktion treten, sagt der Juso-Präsident gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet.

Das erste Iglu ist gebaut: VPOD-Präsidentin Katharina Prelicz-Huber und Juso-Präsident David Roth befestigen einen Banner. (Video: Jan Derrer)

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Ein Iglu steht verloren am hinteren Ende des Parsenn-Parkplatzes. David Roth, Präsident der Jungsozialisten (Juso) und Occupy-Aktivist, sägt zusammen mit einem Helfer Eisblöcke. «Bald ist hier mehr los», versichert er im Videointerview gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. «Wir rechnen mit ungefähr 50 Camp-Bewohnern. Neben den Iglus wird es auch Tipis und eine Feldküche geben.» Geplant seien diverse Aktionen und am 28. Januar eine Schlusskundgebung.

Die Occupy-Bewegung will laut Roth mit dem Protestlager erstmals das WEF mit konstanten Protestaktionen begleiten. Der Protest richte sich «gegen die Leute, die das Gefühl haben, sie könnten ohne demokratische Legitimation entscheiden.»

Unterstützung von der Gewerkschaft

In der Kälte steht auch Katharina Prelicz-Huber. Sie ist Präsidentin des Schweizerischen Verbands des Personals öffentlicher Dienste (VPOD), der die Occupy-Bewegung finanziell unterstützt. «Uns liegt der Service Public am Herzen. Die Wirtschaftsführer brauchen keinen Service Public. 99 Prozent der Bevölkerung schon.» Zusammen mit der Occupy-Bewegung kämpfe der VPOD gegen die Privatisierung lebensnotwendiger Güter und gegen den Abbau der Grundversorgung in den Bereichen Bildung, Gesundheitsvorsorge und öffentlicher Verkehr.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wir-wollen-konstanten-Protest-in-Davos/story/15584368

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