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Wieder Dutzende Tote bei Anschlägen in Irak: Das Ergebnis, das aus der US-amerikanischen Intervention rausgekommen ist, ist für die Menschen offensichtlich nicht besser, als was ihnen die brutale Diktatur Saddam Husseins geboten hat! Die komplizierten ethnischen und religiösen Spaltungen in vielen Ländern, auch ein Produkt der Kolonialzeit und der Einmischung ausländischer Interessen, muss anders behandelt werden, als mit Gewalt und Krieg. Es sei denn man will überall solche geschwächten sich innerlich zerfleischenden Staaten, um die eigene Kontrolle der Welt zu behaupten. Die Welt sollte die Erfahrungen diskutieren und Schlüsse daraus ziehen, anstatt das nächste Desaster zu fabrizieren!

Januar 14, 2012

Anschlag auf Pilger im Irak
Mehrere Dutzend Tote nach Selbstmordanschlag

Die Gewalt im Irak nimmt kein Ende. Ziel sind seit Tagen immer wieder schiitische Pilger. Trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen mischte sich ein Attentäter unter Gläubige. Mit perfiden Mitteln lockte er Dutzende Menschen in den Tod, darunter auch Frauen und Kinder.

Bei einem Selbstmordattentat in der südirakischen Stadt Basra sind am Samstag mindestens 52 schiitische Pilger ums Leben gekommen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak unter Berufung auf Mediziner. Weitere 90 Menschen wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen verletzt. Die Gläubigen waren auf dem Weg zu den heiligen Stätten der Schiiten in der Pilgerstadt Kerbela im Süden des Landes.
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Trotz massiver Sicherheitsvorkehrungen sprengte sich der Attentäter mit einem Sprengstoffgürtel inmitten einer Gruppe von Wallfahrern in die Luft, die auf dem Weg in eine Moschee waren, berichtete eine irakische Webseite. Unter den Opfern seien auch Frauen und Kinder gewesen. Nach Angaben von Augenzeugen hatte der Angreifer vor der Tat zunächst Kekse verteilt. Als Polizisten sich ihm näherten, kam es zur Explosion.
Zweiter Anschlag fast zeitgleich

In der Nähe der Stadt Mossul wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen drei Polizisten bei einem weiteren Bombenanschlag getötet. Dabei hatte es der Angreifer offenbar ebenfalls auf Pilger abgesehen, die einen dort einen Schiitenschrein besuchten.

In Kerbela versammelten sich am Samstag Millionen von Gläubigen, um das Ende der Trauerzeit für den im Jahr 680 dort getöteten Imam Hussein bin Ali zu begehen, dem Enkel des Propheten Mohammed. In den vergangenen Jahren war es bei diesen Wallfahrten immer wieder zu blutigen Anschlägen auf Schiiten gekommen.

Basra liegt rund 420 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Bagdad. Nach dem Abzug der letzten US-Truppen aus dem Irak Ende 2011 war das Land von einer Serie von Sprengstoffanschlägen erschüttert worden. Beobachter sehen einen Zusammenhang zwischen den Anschlägen und der Eskalation des politischen Streits zwischen schiitischen und sunnitischen Muslimen. Schiiten stellen knapp zwei Drittel der rund 30 Millionen Iraker. Etwa ein Drittel bekennt sich zur Glaubensrichtung der Sunniten.

http://www.stern.de/panorama/anschlag-auf-pilger-im-irak-mehrere-dutzend-tote-nach-selbstmordanschlag-1773749-photoshow.html

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