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US- Nobelgitarrenbauer Gibson führt gegen US-Gesetze Tropenholz aus llegalem Holzeinschlag aus Madagaskar ein – und baut jetzt eine Lobby (Teaparty u.a.) auf, um das Gesetz zu beseitigen. In Madagaskar fallen pro Tag 1000 Bäume! In Madagaskar und den USA ringen Bewegungen um den Erhalt des vorbildlichen US-Gesetzes, dessen Verabschiedung zu einem starken Rückgang des illegalen Holzeinschlages weltweit geführt hat.

Januar 14, 2012

Gitarrenhersteller Gibson will Naturschutzgesetz kippen

An der Protestaktion haben sich seit dem 13.01.2012 6102 Menschen beteiligt

Lemuren essen die Früchte der Ebenholzbäume (© R. Butler) 
Lemuren essen die Früchte der Ebenholzbäume (© R. Butler)

Unter den Käufern des auf Madagaskar geschlagenen Holzes ist der berühmte Nobelgitarrenbauer Gibson aus Nashville, USA. Bei Durchsuchungen der Firma haben die amerikanischen Bundesbehörden palettenweise Tropenhölzer, daraus hergestellte Gitarren und Lieferdokumente beschlagnahmt. Das Eben- und Palisanderholz soll aus illegalem Einschlag auf Madagaskar stammen, so der Vorwurf.

Die Beschlagnahmung war nur durch ein weltweit einmaliges Gesetz möglich. Das sogenannte Lacey Gesetz verbietet es, Hölzer aus illegalen Quellen in die USA einzuführen, auch wenn die Gesetzesverstöße in einem anderen Land geschehen sind. Seit das Gesetz in den USA, dem größten internationalen Holzmarkt, in Kraft ist, sind die illegalen Rodungen rund um den Globus stark zurückgegangen.

Anstatt die Umweltgesetze einzuhalten, kämpfen der Gitarrenbauer Gibson und andere Regenwaldzerstörer wie der indonesische Holzkonzern Asia Pulp and Paper (APP) dafür, das vorbildliche Gesetz aufzuweichen oder abzuschaffen. Dazu haben die Regenwaldvernichter Lobbyvereinigungen und die Tea Party-Bewegung eingespannt. Ein Antrag zur Änderung des Gesetzes wurde bereits im US-Kongress eingereicht.

In den USA kämpfen Umweltorganisationen dafür, das Lacey Gesetz zu verteidigen. Und auf Madagaskar stellen sich Musiker schützend vor den Wald. Bekannte Künstler wie Razia Said und Jaojoby veranstalten dort Konzerte für den Regenwald und pflanzen Tausende Bäume. Jetzt planen sie auch in Europa und in den USA eine Konzerttour.

„Die Regenwälder Madagaskars werden von Kriminellen geplündert, erklärt die Musikerin Razia aus Madagaskar. „Jeden Tag werden im Masoala Nationalpark Tausende Bäume gefällt. Die Lebensgrundlagen der Menschen und die Lebensräume von einzigartigen Tieren wie den Lemuren werden unwiederbringlich zerstört. Bitte helfen Sie das Massaker zu stoppen. Helfen Sie den Menschen auf Madagaskar, helfen Sie der Welt vor dem Verlust dieser einmaligen Artenvielfalt, in dem Sie das Lacey Gesetz unterstützen.“

Das Lacey Gesetz ist weltweit vorbildlich. In der EU kann solches illegales Holz aus Madagaskar bisher nicht beschlagnahmt werden. Durch die Arbeit von Umweltschutzgruppen und das Lacey Gesetz in den USA wurde auch die EU gezwungen, endlich zu reagieren. Ab 2013 darf auch nach Europa kein Holz aus illegalen Quellen mehr importiert werden.

Die Lage für den Tropenwald auf Madagaskar ist nicht hoffnungslos. Wir wollen die verbliebenen Wälder der Insel retten. Bitte unterzeichnen Sie den nachfolgenden internationalen Aufruf der Musiker. Das Lacey Gesetz in den USA soll beibehalten werden.

Ein Video von dem Regenwald-Konzert können Sie hier sehen. Die Musiker möchten das Regenwaldkonzert auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern veranstalten. Wer helfen will, bitte an Razia schreiben:info@cumbancha.com

Weitere Hintergrundinformationen und Quellen finden Sie in unserem Infoblattzum Fall Gibson und dem Lacey Act.

https://www.regenwald.org/aktion/823/gitarrenhersteller-gibson-will-naturschutzgesetz-kippen

From → Regenwald, USA

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