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Apple gesteht ein (auch das war Steve Jobs): Kinderarbeit, Arbeitszeiten von mehr als 60 Wochenstunden ohne freien Tag, Gefahren am Arbeitsplatz bei Zulieferern – Nach Selbstmordserie waren die Monatslöhne von 108 auf 140 Euro erhöht worden – Neuer Apple Chef verdiente 2011 297 Millionen Euro Jahreseinkommen – Fair Labor Association bescheinigt jetzt: Eine externe Überprüfung ist eingeleitet – innerhalb von zwei Jahren sollen faire Arbeitsbedingungen herrschen

Januar 14, 2012

Konzern legt Lieferanten-Liste offen

Apple gesteht schlechte Bedingungen bei Zulieferern ein

Bei einem einem großen Teil der Zulieferer-Betriebe des US-Technologiekonzerns Apple herrschen schlechte Bedingungen für die Arbeiter. Das geht aus einer internen Untersuchung hervor. Demnach hielten nur 38 Prozent der Zulieferer die von Apple festgesetzte Norm einer maximalen Wochenarbeitszeit von 60 Stunden und einem garantierten freien Tag pro Woche ein. Ein Drittel der Zulieferer waren nachlässig im Umgang mit gefährlichen Substanzen und ebenfalls ein Drittel hielt Standards zur Sicherheit am Arbeitsplatz nicht ein.

Kinderarbeit bei Zuliefererbetrieben

Foxconn-Werk in Shenzen (Foto: AP)Großansicht des BildesBei dem Apple-Lieferanten Foxconn in Shenzhen arbeiten 400.000 Menschen.Bei den Überprüfungen waren außerdem Fälle von Kinderarbeit, zu geringer Bezahlung und Verstöße gegen Umweltauflagen festgestellt worden. Wo genau diese Missstände beobachtet wurden, gab der Konzern jedoch nicht an.

Die Organisation Fair Labor Association, die auf freiwilliger Basis die Einhaltung korrekter Arbeitsbedingungen überprüft, bescheinigte dem Konzern, dass es eine externe Überprüfung eingeleitet habe, um die Probleme zu beheben. Die gesamte Zuliefererkette solle untersucht werden, teilte die Fair Labor Association mit. Innerhalb von zwei Jahren wolle Apple die Normen der Vereinigung einhalten. Der neue Vorstandsvorsitzende Tim Cook sagte, es müsse aber noch viel getan werden.

Apple legt erstmals Liste aller Lieferanten offen

Apple legte im Zuge der Untersuchung erstmals seine weltweite Zuliefererliste offen. Der sonst so geheimniskrämerische US-Computerkonzern gab überraschend die Namen seiner 156 meist in Asien ansässigen Lieferanten bekannt. Damit sind nun 97 Prozent der Unternehmen publik, mit denen die Amerikaner bei der Herstellung ihrer iPhones, iPads und Mac-Computer zusammenarbeiten. Die Liste birgt allerdings wenige Neuigkeiten. Neben den taiwanesischen Zulieferern Foxconn und Hon Hai Precision ist unter anderem Samsung Electronics aufgeführt. Auch die deutsche Infineon gehört dazu.

Vor zwei Jahren waren gegen Apple Vorwürfe laut geworden, nachdem in einer chinesischen Foxconn-Fabrik eine Reihe von Arbeitern Selbstmord begangen hatten. Im vergangenen Jahr ließ Apple nach eigenen Angaben 200 Prüfberichte über seine Zulieferer anfertigen.

  http://www.tagesschau.de/wirtschaft/apple204.html

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