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Wikileaks-Informant Bradley Manning soll vors Militärgericht: Er machte u.a. brutale Morde anderer US-Soldaten an Zivilisten im Irak öffentlich und wird deshalb beschudigt, den Feind unterstützt zu haben!

Januar 13, 2012

Wikileaks-Informant Bradley Manning soll vors Militärgericht

Unterstützer sind von Entscheidung nicht überrascht

Bradley Manning nach Schluss einer Verhandlung am 22. Dezember 2011 (Bild: Keystone/ AP/ Michael Reynolds)Zoom

Bradley Manning nach Schluss einer Verhandlung am 22. Dezember 2011 (Bild: Keystone/ AP/ Michael Reynolds)

Der mutmassliche Wikileaks-Informant muss mit einem Prozess vor einem US-Militärtribunal rechnen. Der Vorsitzende Offizier in der Anhörung gegen den Soldaten empfahl am Donnerstag eine Überstellung Mannings an ein Militärgericht.

(sda) Der Vorschlag von Oberstleutnant Paul Almanza, dem 24-Jährigen denProzess zu machen, muss nun durch mehrere Instanzen gehen. Wie lange dies dauern würde, teilten die US-Streitkräfte nicht mit.Almanza, der im Dezember der siebentägigen Anhörung im Fall Manning vorgesessen hatte, empfahl ein Verfahren in allen 22 Anklagepunkten, darunter auch wegen Unterstützung des Feindes, dem schwerwiegendsten Vorwurf der Anklage.

Manning soll als geheim eingestufte Daten der US-Regierung gestohlen und an die Enthüllungsplattform weitergeleitet haben, darunter Hunderttausende Schriftsätze, die die Kriege im Irak und in Afghanistan betreffen sowie Berichte des US-Aussenministeriums. Bei einer Verurteilung droht Manning lebenslange Haft. Almanza und die Ankläger einigten sich darauf, nicht die Todesstrafe zu fordern, die eine Verurteilung wegen Unterstützung des Feindes eigentlich zur Folge haben könnte. Letztlich liegt die Entscheidung über das geforderte Strafmass und darüber, ob Manning wirklich vor ein Militärgericht kommt, bei Generalmajor Michael Linnington, demKommandanten des  Militärbezirks von Washington. Das Bradley Manning Support Network, das den 24-Jährigen unterstützt, äusserte sich enttäuscht. Überraschend komme die Entwicklung allerdings nicht, sagte Jeff Paterson, ein Gründungsmitglied des Netzwerks. Die Gruppe werde sich weiter öffentlich für Manning einsetzen, kündigte er an.

http://www.nzz.ch/nachrichten/digital/bradley_manning_soll_vors_militaergericht_1.14315073.html

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