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Nigerianische Arbeiter stoppen ab Samstag Ölzufluss für USA und Europa und blockieren Straßen zu den Wohnvierteln der Reichen: Bevölkerung wehrt sich mit Generalstreik gegen Regierungsbeschluss, der zur weiteren Verschärfung der Armut führt – Im größten Ölexportland Afrikas lebt die Mehrheit von weniger als 1,50 Euro am Tag! Industrieländer, internationale Ölkonzerne und eine kleine nigerianische Elite im Verbund reißen sich bisher die Milliardenprofite unter den Nagel! Europas Gewerkschaften sollten Solidarität organisieren für ihre nigerianischen Kollegen!

Januar 13, 2012

Nichts geht mehr in Nigeria. Vier Tage Generalstreik wegen erhöhter Benzinpreise zeigen deutliche Spuren. Nicht nur Tankstellen sind verwaist, auch Krankenhäuser oder Schulen sind vom Arbeitskampf betroffen, viele Geschäfte sind zu, der Luftraum wurde gesperrt. Und die Gewerkschaften sind nicht bereit, nachzugeben und drohen mit harten Schritten.

Gewerkschaftschef Babatunde Ogun sagte: “Hiermit informieren wir Präsident Goodluck Johnathan und alle Nigerianer, dass wir die harte Entscheiung treffen mussten, die Öl- und Gasproduktion Samstag um Mitternacht einzustellen, also am Sonntag, den 15. Januar um Null Uhr.”

Nach den tagelangen Protesten bewegen sich Gewerkschaften und Regierung aufeinander zu, es gibt erste hochrangige Gespräche. Derweil gehen die Proteste auf den Straßen der Hauptstadt Abuja oder von Lagos weiter.

Hintergrund der Proteste ist die Entscheidung der Regierung, die Subventionen für Benzin zu streichen. Nigeria ist das größte Ölforderland Afrikas, allerdings leben 90 Prozent der Menschen hier von gerade mal 2 Dollar am Tag.

http://de.euronews.net/2012/01/12/nigeria-nichts-geht-mehr/

In Nigeria gehen die Proteste gegen die Abschaffung der Benzinsubventionen in den dritten Tag. In Lagos blockierten am Dienstag Demonstranten eine Straßenverbindung zu den Wohnvierteln der Wohlhabenden und drohten auf ihren Transparenten mit “Bürgerkrieg”.

“Die Regierung hat uns im Stich gelassen und wir werden für unsere Rechte kämpfen. Sagt Jonathan, daß er seinen Posten verlassen soll, daß er nicht in der Lage ist die Probleme Nigerias zu lösen”, fordert Demonstrant Ademola Yakini.

Staatspräsident Goodluck Johnathan hatte zum Jahreswechsel die Benzinsubventionen abgeschafft. Daraufhin hatten sich die Benzinpreise fast verdoppelt. Durch die Streiks ist das öffentliche Leben in weiten Teilen des Landes zum Erliegen gekommen. Die Ölförderung von zwei Millionen Barrel am Tag geht jedoch noch normal weiter. Die Förderanlagen sind weitgehend automatisiert. Allerdings befürchtet die staatliche Ölgesellschaft einen Einbruch, falls der Ausstand länger andauert.

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