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Angesichts von vermehrten Fabrikschließungen und Massenentlassungen in Frankreich trifft der Film „Stürmische Zeiten“ den Nerv: Wir leben in einer Zwei-Klassen-Gesellschaft, deren Regeln vor allem von den Ärmeren respektiert werden und in der gerade die Reichsten diese Regeln nicht respektieren. (Auch Deutschland? Wulff ist nur die kleine Spitze des Eisberges, Kohls Ehrenwort war eine andere, über eine Milliarde deutsche Steuerhinterziehungsgelder in der Schweiz ein andere)

Januar 12, 2012

Ein französischer Actionfilm, und dazu einer mit einer sozialkritischen Komponente: “Dans la tourmente”, zu deutsch ungefähr “in stürmischen oder bewegten Zeiten”. Die Handlung:

Ein Waffenfabrikant will seine Produktion von Marseille weg verlagern, und dabei auch noch 2 Millionen Euro veruntreuen. Als der Arbeiter Franck das mitkriegt, will er etwas dagegen unternehmen. Und das ist, man ahnt es schon, keine gute Idee. Er und sein Freund Max werden in eine Staatsaffäre verwickelt.

In Frankreich häufen sich derzeit die Nachrichten über schließende Fabriken und Massenentlasungen. Der Film trifft im Land einen Nerv. Der Schauspieler Clovis Cornillac ist im deutschen Sprachraum vor allem für seinen Asterix an Gerard Depardieus Seite bekannt. Über seinen aktuellen Film sagt er:

“Ich mag diese Art Kino. Diese politischen oder sozialen Thriller. Wenn die Menschen etwas außergewöhnliches erleben, aber eben doch etwas, was letzten Endes sehr realistisch ist.

Ein Kino außer Atem, das uns zum Nachdenken zwingt. Das mag ich.”

Der Regisseur Christophe Ruggia ist Arbeitersohn und kennt die Probleme, mit denen die Personen im Film auseinander setzen müssen: “Mein Film zeigt auch, wie wir in einer Zwei-Klassen-Gesellschaft leben, deren Regeln vor allem von den Ärmeren respektiert werden. Seit 2008 wird das immer deutlicher, auch wenn es schon immer so war, dass gerade die Reichsten bei uns diese Regeln nicht respektieren.

Diese Frage ist derzeit aktuell wie nie. Sie ist auch im Buch “Der kommende Aufstand” aufgeworfen worden, über das sehr viel geredet worden ist. Denn es hat eine sehr genaue Beschreibung des Zustandes unsere Gesellschaft geliefert. Wir haben ja gesehen, was in den vergangenen Jahren passiert ist.”

Francks Freund Max hat bereits zu Beginn des Film alles verloren: Arbeit, Haus und Frau. Er ist wütend und verzweifelt. Und gefährlich. Franck hingegen versucht, die Probleme zu lösen, auch für die anderen. Vielleicht, weil er nicht so werden will wie sein Freund Max?

Clovis Cornillac dazu: “Ich finde Franck rührend, er ist letzten Endes ja so wie wir. Ein netter Kerl, solide und zuverlässig. Er wird in einem wichtigen Moment von allen verlassen und versucht, etwas zu unternehmen um nicht in die Opferrolle zu geraten.”

“Dans la tourmente” läuft heute in Belgien und Frankreich an.

http://de.euronews.net/2012/01/11/dans-la-tourmente-sozialkritischer-aktionfilm/

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