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NAHRUNGSMITTELSPEKULATIONEN – WAS IST DAS EIGENTLICH?Weltweit befinden sich die Preise für Nahrungsmittel auf dem höchsten Niveau seit 30 Jahren. Auch wir sind betroffen, doch während wir in Deutschland durchschnittlich nur etwa 12 Prozent unseres Einkommens für Lebensmittel ausgeben, liegt dieser Anteil in vielen Entwicklungsländern bei 50 bis 80 Prozent. Dass würde für uns bedeuten, dass wir für einen Laib Brot etwa 30 Euro, ein Päckchen Butter 16 Euro und einen Sack Kartoffeln fast 50 Euro bezahlen müssten.

Januar 11, 2012

NAHRUNGSMITTELSPEKULATIONEN – WAS IST DAS EIGENTLICH?

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Schuld an den Preissteigerungen sind neben einigen anderen Faktoren vor allem Spekulationen auf Nahrungsmittel, wie die Untersuchungen im Rahmen des Welthunger-Index 2011 ergaben. Der Welthunger-Index ist eine Liste von Ländern, deren Bevölkerung unter Hunger und Unterernährung leidet. Er wird von der Welthungerhilfe, dem Internationalen Forschungsinstitut für Ernährungspolitik (IFPRI) und Concern Worldwide seit 2005 jährlich erstellt.

Was Nahrungsmittelspekulationen sind zeigt das Video derNichtregierungsorganisation WEED, einer Organisation, die eine Wende in der Finanz-, Wirtschafts- und Umweltpolitik hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Tragfähigkeit fordert.

Nahrungsmittelspekulation, Video von WEED

Auf den Finanzmärkten zeichnet sich seit 2000 ein zunehmender Trend aus, mit Agrarrohstoffen und auch Nahrungsmitteln zu spekulieren. Dabei wird auf fallende oder steigende Preise gesetzt, um schnelle und hohe Gewinne zu machen. Dies führt zu starken Preisschwankungen, da nicht mehr die Mechanismen von Angebot und Nachfrage den Marktpreis  bestimmen. Diese Unregelmäßigkeiten haben weit reichende Folgen: Kleinbauern beispielsweise müssen zu ungünstigen Zeitpunkten verkaufen, weil ihnen Lagermöglichkeiten fehlen und die Ernte häufig ihr einziges Einkommen darstellt, auch Investitionen in die Landwirtschaft gehen zurück, da Unsicherheit erzeugt wird. Besonders Menschen in Länder, die vom Import von Nahrungsmitteln abhängig sind, leiden unter den Preissteigerungen.

Auch wir finden, dass die exzessiven Spekulationen mit Agrarrohstoffen und Nahrungsmitteln ein Ende haben müssen! Wenn ihr diese Forderungen unterstützen möchtet, könnt ihr die Petition der Kampagne make finance workunterstützen. Sie fordert mehr Transparenz und die Regulierung der Finanzmärkte sowie der Spekulation mit Nahrungsmitteln und Agrarrohstoffen.

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