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99,5 Prozent der Anschläge in Europa gehen nicht auf das Konto islamistischer Extremisten, so Europol. Unsere Eliten aber moblisieren vor allem gegen sie und vernachlässigen oder befördern auch gerade dadurch, dass sie den Islamismus übertrieben als Bedrohung darstellen, etwa rechtsextremen und antiislamischen Terrorismus, wie den der NSU oder in Norwegen, dem auch viele muslimische Migranten zum Opfer fallen. 50 Prozent seiner Mittel gegen Terrorismus setzt Europa gegen islamistischen Terrorismus ein. Die Europäische Polizei (Europol): Seit 2006 gab es 2.150 Anschläge in Europa, 0,5 Prozent davon gingen auf das Konto islamistischer Extremisten!

Januar 9, 2012

“Ich bin Mascha aus Frankreich. 21 Jahre alt. Ich möchte wissen, ob islamischer Extremismus für Europa wirklich ein Problem darstellt.”

Es antwortet Michael Privot, Direktor des “Europäischen Netzwerkes gegen Rassismus”.

“Der von Europol veröffentlichte Berichtüber die terroristische Bedrohung seit 2006 zeigt, dass es seither etwa 2.150 Anschläge in Europa gegeben hat. 0,5 Prozent davon gingen auf das Konto islamischer Extremisten. Exakt ganze zehn.

Und dann ist es wichtig, im Bericht auch die Prozentangaben für jene Ressourcen zu sehen, die benutzt werden, um diese Bedrohung zu kontrollieren.

50 % der europäischen Mittel gegen Terrorismus wurden eingesetzt gegen den islamistischen Terror, der gerade ein halbes Prozent ausmacht.

Wie wird eine solche Verschiebung von Proportionen gerechtfertigt?

Das muss man im politischen Zusammenhang sehen: seit den Attentaten von London und Madrid sind die Politiker von der Angst besessen, in ihrem Wahlkreis könnte etwas passieren und sie hätten nicht genug vorgesorgt.

Dann muss man den wirtschaftlichen Zusammenhang sehen. Soll heissen, die gegen isalamistischen Terror gerichteten Anti-Terror-Einrichtungen haben inzwischen in Europa Tausende von Arbeitsplätzen geschaffen. Im öffentlichen wie im privaten Sektor sich Sicherheitsunternehmen wie Pilze aus dem Boden geschossen.

Und dann erscheint bemerkenswert, dass der islam in diesem Zusammenhang ganz anders gesehen wird, nämlich als Bedrohung für unsere Zivilisation und unsere Werte.

Wir interessieren uns jetzt besonders dafür, welchen Einfluß das alles auf die Glaubensgemeinschaften hat. Heute kann man sagen, dass Minderheiten wie die Muslime dreimal häufiger als andere zu Opfern dieser Entwicklung werden.

Zuerst, weil sie als Sündenböcke angesehen werden von der Mehrheitsgesellschaft.

Zweitens hat diese Proportionsverschiebung bei den Anti-Terror-Mittel zur Folge, dass vor allem junge Männer, die so aussehen, wie man sich Muslime vorstellt, wesentlich häufiger von Sicherheitskräften kontrolliert werden als andere Bürger.

Und drittens schließlich führt das dazu, dass sich die Sicherheitskräfte auf die Abwehr von islamistischem Terrorismus konzentriren und dabei andere Bedrohungen vernachlässigen. Solche von extrem rechts, wie man es gerade in deutschland gesehen hat, jüngst auch in Italien. Und deren Opfer kommen oft aus islamischen Gemeinden, habe schwarze Haut, sind Roma oder Juden.”

Ich glaube, es ist an der Zeit, dass der Staat seine Lektionen lernt, mit gesunde´m Menschenverstand etwas radikal ändert, so dass man dann sagen kann, die Politik nimmt sich der materie auf europäischem Niveau an, auf dem Niveau der Mitgliedsstaaten.”

Wenn Sie auch eine Frage stellen möchten, hier ist unsere Website : euronews.net/u-talk.

http://de.euronews.net/2012/01/06/muss-europa-islamistische-extrekmisten-fuerchten/

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