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Zehntausende Südsudanesen fliehen vor Stammeskämpfern um Rinderherden – Im Südsudan sind bis zu 50.000 Menschen auf der Flucht. Viele von ihnen verstecken sich vor Kämpfern im Busch, den Vertriebenen fehlen Lebensmittel und Unterkünfte.

Januar 2, 2012

UNRUHENZehntausende Südsudanesen fliehen vor Stammeskämpfern

Im Südsudan sind bis zu 50.000 Menschen auf der Flucht. Viele von ihnen verstecken sich vor Kämpfern im Busch, den Vertriebenen fehlen Lebensmittel und Unterkünfte.

Zwei südsudanesische Mädchen schützen ihre Gesichter vor einer Windböe.

Zwei südsudanesische Mädchen schützen ihre Gesichter vor einer Windböe.

Im Südsudan sind nach UN-Angaben 20.000 bis 50.000 Menschen auf der Flucht vor der Gewalt rivalisierender Stämme. Zehntausende Menschen hätten Pibor und andere Städte des erst seit einem halben Jahr unabhängigen Landes verlassen, sagte eine Sprecherin der Vereinten Nationen. „Sie haben kein Wasser, keine Unterkunft und keine Lebensmittel“, hieß es. Viele Menschen versteckten sich aus Angst vor Übergriffen im Busch.

In Pibor in der abgelegenen Region Jonglei im östlichen Südsudan hatten sich in den vergangenen Tagen Angehörige der Lou Nuer und der Murleheftige Auseinandersetzungen geliefert. Am Montag hätten rund 6.000 bewaffnete Lou Nuer die Stadt Pibor angegriffen, hieß es in UN-Kreisen.

3.000 Soldaten sollen Pibor schützen

Ein Sprecher der Armee sagte, es werde Verstärkung nach Pibor entsandt. „Sie haben die Stadt heute Morgen angegriffen. Zivilisten wurden vor drei Tagen aus der Stadt in Sicherheit gebracht.“ Nach Angaben aus UN-Kreisen waren etwa 3.000 Soldaten und 800 Polizisten auf dem Weg nach Pibor.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen stellte ihre Arbeit ein, nachdem zwei ihrer Kliniken bei den Kämpfen beschädigt worden waren. Das internationale Personal sei abgezogen worden, sagte Jean-Marc Jacobs von Ärzte ohne Grenzen. Den einheimischen Mitarbeitern sei geraten worden, sich in Sicherheit zu bringen.

Die Kämpfe zwischen rivalisierenden Stämmen im erst seit Juliunabhängigen Südsudan flammen seit Monaten immer wieder auf. Hintergrund ist der Streit um Rinderherden.

 

http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-01/sudan-flucht-stammeskaempfe

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