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Kurden trauern um Opfer des Luftangriffs – Proteste gegen türkischen Luftschlag: 45.000 Menschen verloren im türkisch-kurdischen Konflikt schon ihr Leben! Und immer noch regiert die Gewalt! Wie kann die Internationale Gemeinschaft helfen, aus der Sackgasse rauszukommen?

Dezember 31, 2011

Nach dem türkischen Luftangriff auf kurdische Schmuggler im Grenzgebiet zum Irak haben mehrere tausend Menschen an einer Trauerfeier für die 35 Opfer teilgenommen. Im Heimatdorf der Toten in der Provinz Sirnak wurden Gräber geschaufelt, die Särge waren mit kurdischen Fahnen geschmückt.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete den Vorfall als “bedauerlich und betrüblich”: Es habe sich um ein Missverständnis gehandelt – das Militär habe die Opfer für Terroristen gehalten.

Auch Staatspräsident Abdullah Gül sprach den Familien sein Beileid aus. Er sagte: “Alles deutet darauf hin, dass es sich bei den Opfern um Zivilisten handelt. Und deshalb bedauern wir alle, Zivilisten sowie Soldaten, diesen Vorfall sehr.”

Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK rief unterdessen zu einem “Aufstand” auf. In Istanbul lieferten sich kurdische Demonstranten schwere Auseinandersetzungen mit der Polizei. In Sprechchören nannten sie Ministerpräsident Erdogan einen “Mörder”.

http://de.euronews.net/2011/12/30/kurden-trauern-um-opfer-des-luftangriffs/

In Istanbul, in Diyarbakir und Hakkari im Südosten der Türkei an der Grenze zum Irak sind die Menschen aus Protest gegen den tödlichen Luftangriff auf die Straße gegangen.

Die Region, die Ziel des Luftschlages war, ist ein Brennpunkt im Konflikt zwischen der türkischen Armee und der kurdischen Untergrundorganisation PKK. Deren Kämpfer sind in den vergangenen Jahren immer wieder aus dem Nordirak in die Türkei eingedrungen.

Der Vorsitzende der Kurdenpartei BDP, Selahattin Demirtas, sprach von einem “Massaker”. Unter den Opfern seien Kinder gewesen, sagte er. Die Regierung habe gewusst, dass die Menschen in der Region vom Schmuggel lebten.

Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Seit Anfang der 1980er Jahre kämpft sie für Unabhängigkeit oder größere Autonomie der Kurdengebiete in der Türkei.

Kurdische Organisationen beklagen eine systematische Diskriminierung ihrer Volksgruppe durch den türkischen Staat. In dem Konflikt verloren etwa 45 000 Menschen ihr Leben.

 

http://de.euronews.net/2011/12/30/proteste-gegen-tuerkischen-luftschlag/

From → Gewalt, Kurden, Türkei

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