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Iran will den Krieg vermeiden und ist zu neuen Gesprächen mit der Sechsgruppe über den Atomstreit bereit! Alle anderen Zeichen deuten auf eine militärische Eskalation mit furchtbaren Opfern und dem Risko eines Weltkrieges hin, einer Konfrontation USA-China-Russland! Wir sollten eine globale Friedensbewegung schaffen, um dagegen halten zu können!

Dezember 31, 2011

Iran feuert Langstreckenraketen ab

Seemanöver im Persischen Golf – Bereitschaft zu neuen Gesprächen im Atomstreit

Raketenabschuss von einem Militärboot in der Nähe der Strasse von Hormus, 30. Dezember 2011. (Bild: Reuters / Fars News / Hamed Jafarnejad)Zoom

Raketenabschuss von einem Militärboot in der Nähe der Strasse von Hormus, 30. Dezember 2011. (Bild: Reuters / Fars News / Hamed Jafarnejad)

Iran hat am Samstag im Rahmen eines Seemanövers Langstreckenraketen abgeschossen. «Iran hat im Persischen Golf unter anderem Langstreckenraketen getestet», berichtete die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars.

(Reuters) Das Land hatte mit der Schliessung der weltweit wichtigsten Ölhandelsroute gedroht, falls der Westen im Streit um das Atomprogramm von Iran wie angekündigt die iranischen Ölexporte mit Sanktionen belegt. Durch die Strasse von Hormus flossen 2009 etwa ein Drittel des weltweit über das Meer transportierten Öls.

Das iranische Seemanöver dauerte zehn Tage und sollte mit den Raketentests abgeschlossen werden. Damit sollte der Drohung, die Ölhandelsroute zu schliessen, Nachdruck verliehen werden. Den Medien des Landes zufolge unterschied sich dieses Manöver von früheren. So hätten sich die Aktionen über ein grösseres Gebiet erstreckt.

Dementi im Staatsfernsehen

(Reuters) Die iranischen Raketentests im Persischen Golf verzögern sich offenbar. Der stellvertretende Marine-Befehlshaber Admiral Mahmud Musawi sagte dem englischsprachigen Sender «Press TV»: «Der Test von Raketen wird in den nächsten Tagen erfolgen.» Es sei der Abschuss von verschiedenen Raketentypen geplant. Damit widersprach er Meldungen der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars, die zuvor berichtet hatte, dass der Iran im Rahmen eines zehntägigen Seemanövers am Samstag Langstreckenraketen getestet habe.

Vorbereitung auf den Feind

Auch die militärische Ausrüstung und Taktik seien anders. Der stellvertretende Marine-Befehlshaber Admiral Mahmud Musawi hatte am Freitag gegenüber Fars erklärt: «Der letzte Teil der Übung soll die Marine darauf vorbereiten, dem Feind in einer Kriegssituation entgegenzutreten.»

Die USA haben Iran mit deutlichen Worten vor einer Blockade der Strasse von Hormus gewarnt und schliessen in dem sich zuspitzenden Konflikt auch militärische Mittel grundsätzlich nicht aus.

(Bild: NZZ / Stepmap)Zoom

(Bild: NZZ / Stepmap)

Waffenlieferungen an Saudiarabien

Am Donnerstag hatten die USA bekanntgegeben, zur Wahrung der Sicherheit am Golf ihrem langjährigen Verbündeten Saudiarabien Kampfflugzeuge und andere Waffen im Wert von knapp 30 Milliarden Dollar zu verkaufen.

Iran sei eindeutig eine der Bedrohungen, der Saudiarabien und andere Länder der Region ausgesetzt seien – auch wenn der Verkauf nicht allein gegen den Iran ziele, erklärte die Regierung in Washington.

Verdacht auf Atomwaffenprogramm

Der Konflikt zwischen dem Westen und Iran hat sich verschärft, nachdem sich nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde der Verdacht erhärtet hat, dass das Land nach Atomwaffen strebt. Die islamische Republik weist dies zurück. Die Europäische Union will Ende Januar neue Strafmassnahmen gegen Iran verhängen.

Offenbar ist Iran zu weiteren Gesprächen mit der sogenannten Sechsergruppe bereit. Chefunterhändler Said Jalili wolle sich in einem Brief an die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton dazu bereiterklären, sagte Irans Botschafter in Deutschland, Aliresa Scheich Attar, der halbamtlichen Nachrichtenagentur Mehr. Zu der Sechsergruppe gehören die fünf Uno-Vetomächte und Deutschland.

Der Ölpreis werde sich im Fall von neuen Sanktionen dramatisch verteuern, sagte Irans Ölminister Rostam Kasemi der Wochenzeitung «Aseman». «Der Ölpreis wird mindestens auf über 200 Dollar pro Fass steigen.» Ein Fass (159 Liter) der Sorte Brent kostet derzeit rund 107 Dollar.

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