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Verheerende Überschwemmungen auf den Philippinen: Schon 1500 Tote – Ganze Gebiete dem Erdboden gleichgemacht – Seuchengefahr – Viele Tote schwimmen im Meer

Dezember 27, 2011

«Ganze Gebiete völlig dem Erdboden gleich»
Sorge um Ausbruch von Epidemien – Uno bittet um Millionen für philippinische Flutopfer

Nach den verheerenden Überschwemmungen im Süden der Philippinen ist die Zahl der Toten inzwischen auf über 1000 gestiegen. Wegen der schlechten sanitären Bedingungen in den Notunterkünften wächst die Sorge vor einem Ausbruch von Epidemien.

(sda/dpa/afp/ddp) Das Gesundheitsministerium schickte am Mittwoch Hilfsmannschaften in die am schlimmsten betroffenen Städte Cagayan de Oro und Iligan. Sie sollen verhindern, dass ansteckende Krankheiten ausbrechen.

(Bild: NZZ / Stepmap)
Laut Zivilschutz sind mehr als 340’000 Menschen auf der Insel Mindanao obdachlos geworden. Mindestens 44’000 seien in Notunterkünften wie Schulen oder Kirchen untergebracht. Andere schliefen auf der Strasse.

Sanitäre Bedingungen katastrophal

Die sanitären Bedingungen für die in Notunterkünften untergebrachten Überlebenden seien katastrophal, sagte Vize-Gesundheitsminister Eric Tayag. Daher wachse die Seuchengefahr.

«Sollte es Seuchen geben oder andere Gefahren für die Gesundheit, dann werden sie von den Notlagern ausgehen», sagte Tayag dem Fernsehsender ABS-CBN. Er warnte davor, sich zu sehr auf die Toten zu konzentrieren und dabei die Lage der obdachlos gewordenen Menschen zu vergessen.
Warnung ignoriert

Zivilschutzschef Benito Ramos gab die Zahl der Todesopfer mit mindestens 1002 an. Er rechne damit, dass sie weiter steigen werde, sagte Ramos. Allerdings wisse niemand mehr, wie viele Menschen noch vermisst würden. Die Behörden von Iligan und Cagayan de Oro nahmen nach heftigen Protesten Pläne zurück, die Leichen in Massengräbern beizusetzen.

Der Tropensturm «Washi» war am vergangenen Wochenende über die philippinische Insel Mindanao hinweggefegt und hatte Sturzfluten sowie Erdrutsche ausgelöst. Die meisten Menschen wurden im Schlaf überrascht, viele konnten sich deshalb nicht mehr retten.
Bilderstrecke: Überschwemmungen auf den Philippinen

Nach den verheerenden Überschwemmungen im Süden der Philippinen ist die Zahl der Toten auf über 1000 gestiegen. Wegen der schlechten sanitären Bedingungen in den Notunterkünften wächst die Sorge vor einem Ausbruch von Epidemien.
Behörden hatten gewarnt

Vor der Ankunft des Tropensturms hatten die Behörden die Bewohner vor dem Unwetter gewarnt. «Es gibt viele Lehren, welche die Leute ziehen müssen, die nicht auf die Regierung gehört haben», sagte Ramos. «Es ist jetzt aber nicht die Zeit, ihnen Vorwürfe zu machen.»

Beobachter gingen davon aus, dass illegale Rodungen zu der hohen Opferzahl beigetragen hatten. Präsident Benigno Aquino hatte das Fällen von Bäumen im Februar untersagt, die Behörden waren jedoch offenbar nicht in der Lage, das Verbot durchzusetzen.
Schäden in Millionenhöhe

Die Überschwemmungen haben nach Angaben des Zivilschutzes Schäden von umgerechnet mehr als 20,7 Millionen Franken angerichtet. Tausende Häuser sind zerstört, Strassen und Brücken beschädigt, auch Strom- und Wasserbetriebe lahmgelegt; Ernten und Vieh wurden vernichtet.

«Ich habe schon viele Katastrophen gesehen, aber das ist eine der Schlimmsten», wird Richard Gordon, Präsident des philippinischen Roten Kreuzes, im Communiqué zitiert. Viele Überlebende hätten zahlreiche Angehörige verloren.
Uno ruft zu Hilfe auf

Die Vereinten Nationen haben die internationale Gemeinschaft zur Bereitstellung von rund 26 Millionen Franken für die Opfer der Sturzfluten auf den Philippinen aufgerufen. Eine halbe Million Menschen seien in den betroffenen Regionen auf Hilfe angewiesen, sagte der Uno-Koordinator für humanitäre Hilfe, Soe Nyunt-U. Er verglich die Verwüstung in einigen Küstengebieten mit der durch einen Tsunami.

«Ganze Gebiete wurden völlig dem Erdboden gleichgemacht», sagte Nyunt-U. Er hoffe, dass der Spendenappell trotz der weltweiten Wirtschaftskrise Gehör finde. Zur Weihnachtszeit sei die Hilfsbereitschaft der internationalen Gemeinschaft hoch, erklärte er. Ein Spendenappell nach einem Taifun 2009, bei dem in Manila 500 Menschen ums Leben kamen, erbrachte nur die Hälfte der benötigten Summe.

Nyunt-U sagte, das Geld werde die nächsten drei Monate für die Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln sowie

http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/ganze_gebiete_voellig_dem_erdboden_gleich_1.13781146.html

Viele Tote auf den Philippinen aus dem Meer geborgen
Suche nach Opfern der verheerenden Überschwemmungen wird fortgesetzt
Der materielle Schaden ist immens, doch wiegen die menschlichen Opfer ungleich schwerer. (Bild: Reuters)
Nach den schweren Überschwemmungen im Süden der Philippinen ist die Zahl der Opfer auf fast 1500 angestiegen. Allein in der Stadt Cagayan de Oro zählte das Zivilschutzministerium 891 Tote, in der nahe gelegenen Stadt Ilgan 451.

(sda/dapd) Bis zu 100 Kilometer vor der Küste seien noch Tote aus dem Meer geborgen worden, sagte der Chef des philippinischen Zivilschutzes Benito Ramos. Die Suche nach Opfern werde deshalb ausgeweitet und so lange fortgeführt, wie noch Leichen gefunden würden.

Am 16. Dezember fiel rund um die Stadt Cagayan de Oro innerhalb von zwölf Stunden mehr Regen als sonst in einem Monat. Ganze Dörfer wurden weggeschwemmt.

Viele Betroffene leben noch immer unter kritischen Bedingungen. Mehr als 60’000 Menschen – rund ein Drittel davon Kinder – mussten Weihnachten in Notunterkünften in überfüllten Schulen und Turnhallen verbringen.
Bilderstrecke: Überschwemmungen auf den Philippinen

Nach den verheerenden Überschwemmungen im Süden der Philippinen ist die Zahl der Toten auf über 1000 gestiegen. Wegen der schlechten sanitären Bedingungen in den Notunterkünften wächst die Sorge vor einem Ausbruch von Epidemien.

http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/philippinen_tote_ueberschwemmungen_1.13888135.html

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