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Ruf nach Demokratie wird in der arabisch-muslimischen Welt noch stärker: Demonstrationen in Marokko – Der König allein und nicht das Volk kontrolliert die Regierung – Jemen – In Jemen erschießt das vom Westen unterstützte Regime viele Demonstranten – Pakistan: Neue Partei stützt sich auf die gebildete Jugend und will Korruption bekämpfen und kritisiert die Nato scharf

Dezember 26, 2011

Marokkaner fordern mehr Demokratie

Tausende von Menschen demonstrieren für stärkere Stellung des Parlaments und soziale Gerechtigkeit

Die Demonstranten, hier in Casablanca, forderten politische und soziale Reformen. (Bild: Reuters)ZoomDie Demonstranten, hier in Casablanca, forderten politische und soziale Reformen.(Bild: Reuters)

Im nordafrikanischen Königreich Marokko ist es wieder zu Demonstrationen gekommen. Mehrere tausend Menschen forderten mehr Demokratie.

(sda/afp) In Marokko haben am Sonntag Tausende von Menschen für tiefgreifende demokratische Reformen demonstriert. Zum ersten Mal fanden die Proteste ohne die Teilnahme von Vertretern der gemässigt islamistischen Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD) statt.

Proteste in Casablanca und Rabat

In der Wirtschaftsmetropole Casablanca versammelten sich nach Schätzungen eines AFP-Reporters zwischen 4000 und 5000 Menschen, in der Hauptstadt Rabat waren es etwa 300 bis 500 Menschen. Nach Polizeiangaben demonstrierten landesweit etwa 3500 Menschen. Zu den Demonstrationen hatte die Jugend der Protestbewegung des 20. Februar aufgerufen.

Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in dem Königreich im Nordwesten Afrikas hatte Ende November die gemässigt islamistische PJD den Sieg davongetragen. König Mohammed VI. hatte daraufhin den PJD-Vorsitzenden Abdelilah Benkirane zum Regierungschef ernannt. Gemäss der Verfassung steht die Regierung unter strenger Kontrolle des Königs.

Die Protestbewegung des 20. Februar ist nach dem ersten Tag der Demonstrationen in Marokko für mehr Demokratie benannt. Die Demonstranten fordern neben mehr Rechten für das Parlament unter anderem auch mehr soziale Gerechtigkeit.

http://de.euronews.net/2011/12/26/pakistan-imran-khan-begeistert-die-mengen/

PAKISTANS CRICKET-LEGENDE

100.000 Anhänger bejubeln Polit-Star Imran Khan

25. Dezember 2011 21:06
  • Artikelbild
    Foto: EPA/REHAN KHAN

    Imran Khan wird von vielen prominenten Politikern unterstützt, die zu ihm übergelaufen sind.

  • Artikelbild
    Foto: EPA/REHAN KHAN

    Rund 100.000 Anhänger feierten den Ex-Cricket-Star.

Khan verspricht Pakistan „guten Tsunami gegen Korruption“

Karachi – Der frühere Cricket-Kapitän Imran Khan hat für Pakistan einen „guten Tsunami gegen Korruption“ angekündigt. Vor mehr als 100.000 Anhängern verhieß der 59-Jährige am Sonntag in der Hafenstadt Karachi, wenn er an der Macht sei, werde in Pakistan „die Korruption in 90 Tagen beseitigt“ sein. Khans 1996 gegründete Bewegung für Gerechtigkeit schwimmt derzeit auf einer Welle der Popularität. Mehrere bekannte Politiker sind aus anderen Parteien zu Khans Partei übergelaufen, etwa der frühere Außenminister Shah Mehmood Qureshi, der dafür die Volkspartei von Präsident Asif Ali Zardari verließ.

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Khans Partei stützt sich auf moderne Werbemethoden über Medien wie Facebook und Twitter. Innerhalb weniger Monate haben rund 600.000 Pakistaner ihren Beitritt erklärt. Khan war 1992 Kapitän der pakistanischen Cricket-Mannschaft, die zum einzigen Mal für das Land den Weltcup gewann. (APA)

http://derstandard.at/1324501248226/Protestzug-mit-Gewalt-gestoppt

Protestzug mit Gewalt gestoppt

25. Dezember 2011 11:00
  • Artikelbild
    Foto: epa/YAHYA ARHAB

    Der Protestzug auf dem Weg nach Sanaa

  • stranten und verletzen 50 – Saleh will in die USA

Sanaa – Beim Angriff jemenitischer Sicherheitskräfte auf einen Protestmarsch gegen den scheidenden Präsidenten Ali Abdullah Saleh sind nach neuen Angaben 13 Demonstranten getötet worden. 50 Menschen hätten Schussverletzungen erlitten, teilten Krankenhausmitarbeiter am Sonntag mit. Etwa 150 weitere Demonstranten seien wegen des Einsatzes von Tränengas mit Atemproblemen behandelt worden. Truppen, die loyal zu Präsident Ali Abdullah Saleh und unter dem Kommando dessen Sohnes stehen, eröffneten das Feuer auf Demonstranten.

Etwa 3.000 Demonstranten hatten sich am Mittwoch von der südlichen Stadt Tais auf den Weg in das etwa 255 Kilometer entfernte Sanaa gemacht. Mit dem viertägigen Marsch protestieren sie gegen eine Vereinbarung, wonach Saleh im Gegenzug für seinen Rückzug aus der Politik Schutz vor Strafverfolgung erhält.

Zehntausende Menschen versammelten sich am Samstag in Sanaa und verlangten, dass dem über dreißig Jahre lang regierenden Saleh der Prozess gemacht wird.

Die Sicherheitskräfte gingen daraufhin mit scharfer Munition, Tränengas und Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor. Bereits seit elf Monaten gibt es regelmäßig Proteste gegen die Herrschaft Salehs.

Der Präsident, der zuvor seinen Rückzug von der Macht angekündigt hatte, verurteilte die Protestmärsche. Diese stellten den bisher „größten Verstoß“ gegen den Friedensplan der Golfstaaten dar. Er kündigte allerdings an, für einige Zeit in die USA zu reisen, damit die Regierung der nationalen Einheit Wahlen vorbereiten könne. Dann werde er sich aber wieder politisch engagieren. Wann er abreisen werde, ließ Saleh offen.

Saleh hatte im November mit Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten eine Vereinbarung unterzeichnet, die einen geordneten Machtwechsel vorsieht. Erst vor zwei Wochen hatte die Übergangsregierung ihre Arbeit aufgenommen. Saleh soll der Vereinbarung folgend bis zu geplanten Präsidentenwahlen am 21. Februar lediglich als Ehrenpräsident im Amt verbleiben. Er bekräftigte am Samstag seine Absicht, nicht an der Macht festzuhalten. „Ich werde mich von der politischen Arbeit zurückziehen und auf die Straße gehen – als Teil der Opposition“, erklärte er vor Journalisten. (red/APA/Reuters)

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