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Belgischer Außenminister bestätigt die Zweifel der kongolesischen Demonstranten in Brüssel am Wahlsieg Kabilas: Er wird nicht an dessen Amtseinführung teilnehmen! Kongo ist eines der rohstoffreichsten und ärmsten Länder der Erde, aus dem Portugal jahrhundertelang Menschen versklavte und nach Brasilien transportierte. Belgiens König Leopold der II. (aus dem deutschen Aristokratenhaus Coburg-Nassau) führte ein barbarisches Kolonialsystem im Kongo, das auf Zwangsarbeit und Massemord und vor allem der Kautschukwirtschaft aufgebaut war und die Basis für den Wohlstand der belgischen Elite schuf einschließlich der Prachtbauten in Brüssel. Der belgische und amerikanische Geheimdienst organisierten nach der Unabhängigkeit den Mord am ersten freigewählten Premierminister der Kongolesen, Patrice Lumbumba und brachten zusammen mit anderen Westmächten den blutigen Diktator Mobutu an die Macht, um die Rohstoffe weiter kontrollieren zu können. Daran leidet das Land bis heute. Der jetzt bei der Wahl nach Feststellung der Wahlkommission unterlegene Kandidat der Opposition, Tshisekedi, ist der Kandidat des demokratischen Aufbruchs im Kongo und gilt als einer der wenigen, nichtkorrupten Politiker.

Dezember 18, 2011

Die Präsidentschaftswahlen in der Demokratischen Republik Kongo sorgen in Belgien nach wie vor für Unruhen. In Brüssel versammelten sich am Samstag Hunderte Demonstranten, um gegen den Sieg von Amtsinhaber Joseph Kabila zu protestieren, den inzwischen auch der Oberste Gerichtshof in Kinshasa als Wahlsieger bestätigt hat. Viele in Belgien lebende Kongolesen jedoch wollen sich damit nicht abfinden. Sie warfen Molotowcocktails auf Polizeiautos und verbrannten Mülltonnen, zahlreiche Schaufensterscheiben wurden zerschmettert. Die Demonstranten fühlen sich betrogen. “Wir wollen zurück in unser Land, wir wollen den Kongo zurück!”, riefen sie.

Der belgische Außenminister Didier Reynders gab bekannt, er werde wegen der Unklarheiten rund um die Wahlen nicht an Kabilas Amtseinführung am kommenden Dienstag teilnehmen. Reynders erklärte, er bedauere, dass der Oberste Gerichtshof keine genauere und kritischere Prüfung der Wahlergebnisse vorgenommen habe.

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http://de.euronews.net/2011/12/18/proteste-in-belgien-gegen-wahlergebnis-aus-kinshasa/

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