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Zahlreiche rohstoffreiche Staaten gehören zu den ärmsten Ländern der Welt. Hier spielen nicht nur interne Faktoren wie schlechte Regierungsführung und schwache Institutionen eine Rolle, sondern auch ungünstige weltwirtschaftliche Rahmenbedingungen, ungleiche internationale Machtkonstellationen oder mangelnde Ethik bei den Unternehmen aus den Industrieländern. EU und die Bundesregierung etwa folgen vor allem dem Ruf der Industrie, ihre handelspolitische Macht im Kampf um freien Rohstoffzugang zu nutzen, kritisiert SÜDWIND. „Dadurch fallen leider allzu oft die Interessen der Entwicklungsländer unter den Tisch.“

Dezember 17, 2011

Geschrieben von: Redaktion
Dienstag, den 13. Dezember 2011 um 11:14 Uhr
Siegburg. – Zahlreiche Staaten, die reich an Rohstoffen sind, gehören zu den ärmsten Ländern der Welt. Korruption und Misswirtschaft spielen dabei eine wichtige Rolle. Ein hohes Rohstoffvorkommen kann aber durchaus wichtige Entwicklungsimpulse setzen. Eine am Dienstag erschienene SÜDWIND-Studie analysiert, welche Bedeutung der Rohstoffreichtum für die Förderländer des Südens hat und welche Faktoren dazu führen, dass aus dem Reichtum oft genug ein Fluch wird.

Dabei werde schnell deutlich, so SÜDWIND, dass hier nicht nur interne Faktoren wie schlechte Regierungsführung und schwache Institutionen eine Rolle spielen, sondern auch ungünstige Rahmenbedingungen, ungleiche Machtkonstellationen oder mangelnde Ethik bei externen Akteuren.

Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit setzen auch heute schon bei der Bekämpfung der internen Faktoren an. Aber sie würden viel zu häufig von Maßnahmen und Forderungen in anderen Politikbereichen, wie der Handels-, Außen- oder Sicherheitspolitik überlagert, so SÜDWIND. Das wird im zweiten Teil der Studie beleuchtet, indem vor allem die Rohstoffstrategien der Bundesregierung und der Europäischen Union genauer unter die Lupe genommen werden.

„Diese Strategien haben sich über die Jahre zwar weiter entwickelt, aber sie stellen bis heute im Wesentlichen ein Forderungspapier der Industrie dar“, erklärte Irene Knoke, Autorin der Studie und Expertin für Entwicklungsfragen bei SÜDWIND. Die Antwort der Industrienationen auf immer knapper werdende Rohstoffe bestehe viel zu wenig in einem intensiven Umdenken in Bezug auf unseren Rohstoffverbrauch.

Stattdessen folgten die EU und die Bundesregierung vor allem dem Ruf der Industrie, ihre handelspolitische Macht im Kampf um freien Rohstoffzugang zu nutzen, kritisiert SÜDWIND. „Dadurch fallen leider allzu oft die Interessen der Entwicklungsländer unter den Tisch“, so Knoke. „Darüber hinaus darf die globale Rohstoffdiplomatie nicht vor der verbindlichen und einklagbaren Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards seitens der Unternehmen halt machen.“

Die Studie steht als Download unter http://www.suedwind-institut.de zur Verfügung und kann zum Preis von 5 Euro bei SÜDWIND bestellt werden: info@suedwind-institut.de
Tags: Rohstoffe

http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=7930:neue-studie-ueber-rohstoff-boom&catid=99:topnews

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