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Europaparlament gewichtet den Wert der Selbstbestimmung der Völker höher als die EU-Kommission und lehnt wegen der anhaltenden Annektierung der Westsahara durch Marokko die Verlängerung des Fischereiabkommens mit Marokko ab!

Dezember 15, 2011

15. Dezember 2011, 06:49, NZZ Online

«Keinerlei Fischereiaktivität mehr geduldet»

Marokko verweist Schiffe aus Europäischer Union seiner Gewässer

Fischdampfer im Hafen von Essaouira, Marokko (1. Januar 2011). (Bild: Imago)ZoomFischdampfer im Hafen von Essaouira, Marokko (1. Januar 2011). (Bild: Imago)

Aus Verärgerung über eine Entscheidung des Europäischen Parlaments zur Fischereipolitik hat Marokko sämtliche Schiffe aus der Europäischen Union zum Verlassen seiner Hoheitsgewässer aufgefordert.

(sda/afp) Die Massnahme trete um Mitternacht in Kraft, teilte das Aussenministerium in Rabat am Mittwochabend mit. Seitens der europäischen Fangflotte werde «keinerlei Fischereiaktivität» mehr geduldet. Die Entscheidung des Europaparlaments sei eine «bedauerliche Entwicklung».

Das EU-Parlament hatte am Mittwoch die Verlängerung eines Fischereiabkommens zwischen der EU und Marokko mit 326 gegen 296 Stimmen blockiert. Als Begründung gab das Parlament an, die Interessen der Bevölkerung der Westsahara müssten besser geschützt werden.

Westsahara von Marokko annektiert

Die Westsahara ist eine frühere spanische Kolonie, die nach ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1975 von Marokko annektiert wurde. Die Rebellenbewegung Front Polisario kämpft jedoch mit Unterstützung Algeriens für die vollständige Unabhängigkeit der Region von Rabat.

Die EU-Regierungen hatten sich am 12. Juli für eine Verlängerung des Fischereiabkommens ausgesprochen. Dieses ermöglicht 120 Schiffen aus der Europäischen Union den Fischfang vor den Küsten Marokkos. Im Gegenzug leistet die EU jährliche Zahlungen von 36,1 Millionen Euro.

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/keinerlei_fischereiaktivitaet_mehr_geduldet_1.13654025.html

22. Juli 2011, 07:38, NZZ Online

Erneut keine Einigung über künftigen Status der Westsahara

Bevölkerung soll an Verhandlungen beteiligt werden

Polisario-Soldaten in der Region Westsahara. (Bild: Reuters)ZoomPolisario-Soldaten in der Region Westsahara. (Bild: Reuters)

Marokko und die Befreiungsbewegung Polisario haben sich wieder nicht über den künftigen Status der Region Westsahara einigen können. Auch in der achten Runde der Gespräche haben beide Parteien die Vorschläge der anderen Seite zurückgewiesen.

(sda/ddp) Auch in der achten Runde der Gespräche haben sich Marokko und die Befreiungsbewegung Polisario nicht über den künftigen Status der Region Westsahara geeinigt. «Beide Parteien haben die Vorschläge der anderen Seite zurückgewiesen», sagte der Uno-Gesandte für die Westsahara, Christopher Ross.

Marokko hat der Westsahara eine weitreichende Autonomieregelung angeboten, während Polisario ein Referendum über die Unabhängigkeit der Region fordert. Auf der Konferenz in Long Island hätten beide Parteien nach Wegen gesucht, um Vertreter der Bevölkerung von Westsahara in den Verhandlungsprozess einzubeziehen, sagte Ross am Donnerstag (Ortszeit).

Ein weiteres informelles Treffen ist nach Angaben des Uno-Gesandten nach der Vollversammlung der Vereinten Nationen im kommenden Herbst geplant.

 

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